Schneeschuhwandern in schneebedeckten Landschaften in den Allgäuer Alpen
Die 16 schönsten Schneeschuh-Touren

Den Winter aktiv erleben ohne Ski? Beim Schneeschuhwandern! Es ist ein besonderes Erlebnis, durch angezuckerte Wälder und über verschneite Wiesen zu stapfen. Dabei gilt: Die offiziellen Routen einhalten und gegebenenfalls mit Guide auf Tour gehen. Autor: Markus Stein

Lesezeit: 20 Minuten

16 tolle Schneeschuh-Wanderungen in Bayern

Schneeschuhwandern Bayerwald: Unterwegs zum Gipfel des Brotjacklriegel

Ammergauer Alpen: Naturfreundlich auf den Stierkopf

Sie zählt zu den schönsten Schneeschuhtouren in den Ammergauer Alpen: die Wanderung auf den Stierkopf. 1.535 Meter hoch ragt er im Osten von Unterammergau (836 Meter) auf. Man startet dort an der Kappel-Kirche und stapft hinauf zur Hörnle-Alm. Nach Überschreitung des Hinteren Hörnle (1.548 Meter) erreicht man nach einem steilen Hang den Gipfel mit herrlichen Ausblicken auf das Alpenvorland und die Zugspitze. Von hier aus läuft man hinab zu den Drei Marken und weiter talwärts zurück bis zum Ausgangspunkt in Unterammergau.

Die mittelschwere Tour dauert circa vier Stunden, es sind 850 Höhenmeter zu bewältigen. Ihr Verlauf wurde im Rahmen des Alpenvereinprojekts „Skibergsteigen umweltfreundlich“ entworfen. Wer möchte, kann vor Erreichen des Hinteren Hörnles, nach einem Abstecher über Mittleres und Vorderes Hörnle, in der Hörnle-Hütte einkehren. Die Berggaststätte Romanshöhe (959 Meter) wiederum erreicht man gegen Ende der Tour. Unterammergau ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

  • Charakter: mittelschwer
  • Dauer: 4 Stunden
  • Höhenmeter: 850 Meter

Mehr Infos und GPS-Daten auf: ammergauer-alpen.de

Aussicht auf das winterliche Tegernseer Tal

2

Tegernsee-Schliersee: Von Kreuth zur Schwarzentenn-Alm und Buchsteinhütte

Die 1932 erbaute Buchsteinhütte (1.260 Meter) liegt idyllisch im Tegernseer Tal auf dem Gebiet von Kreuth. Der Ort ist Teil der Initiative „Bergsteigerdörfer“. Der Weg dorthin folgt gut beschilderten Forststraßen. Der muntere Schwarzenbach und der winterliche Wald geben der Tour eine wunderschöne Kulisse.

Man startet in Kreuth Klamm nach Norden und geht etwa zehn Minuten auf der Forststraße, bevor der Weg 604 nach Westen auf die linke Seite des Schwarzenbachs abbiegt. Den Bach entlang geht’s nun durch den Wald insgesamt 300 Höhenmeter bergauf. Wenn der Weg den Wald verlässt, ist es nicht mehr weit bis zur Schwarzentenn-Alm, der ersten Möglichkeit für eine gemütliche Einkehr.

Wer noch Lust hat, bricht von der Schwarzentenn-Alm auf und wandert auf dem Weg 609 weiter zur Buchsteinhütte – wiederum 300 Höhenmeter. Der Rückweg verläuft auf dem Anstiegsweg. Kreuth ist mit Bahn und Bus erreichbar. Züge verkehren stündlich ab München nach Tegernsee, von dort mit der RVO-Linie 9556 zum Bergsteigerdorf Kreuth, Bushaltestelle Kreuth Klamm.

  • Charakter: leicht
  • Dauer: 4 Stunden
  • Höhenmeter: 478 Meter

Mehr Infos auf: tegernsee.com

Winterlicher Blick auf die Priener Hütte im Chiemsee Alpenland

3

Schleching im Chiemgau: Über die Blasi-Alm nach Ettenhausen

Schleching liegt im Achental südlich des Chiemsees und trägt das Prädikat „Bergsteigerdorf“. Der Ort tritt ein für sanften Tourismus und Nachhaltigkeit. Die leichte Wanderung verläuft meist einsam durch winterlichen Wald. Man startet in der Au in Schleching am Wanderparkplatz und folgt der Beschilderung Richtung Haidenholzalm. Der Weg steigt auf den ersten zwei Kilometern an und bietet schöne Ausblicke auf Schleching. Auf Höhe der denkmalgeschützten Blasi-Alm auf 920 Metern, erbaut 1833, zweigt man an der Weggabelung links in Richtung Parkplatz Geigelstein/Ettenhausen ab. Ein breiter Pfad leitet zuerst bergab, dann eben am Knogler-Lahner-Steig vorbei und steigt danach wieder leicht an.

Nach Erreichen eines Forstwegs biegt man nach links bergab in Richtung Parkplatz Geigelstein und nach 30 Minuten an einem weiteren Abzweig wieder nach links. Der Weg zieht am Schneiderhanggraben entlang – Achtung: Hier können Rodler von oben herabsausen! Nach zehn Minuten geht’s links ab, dann über eine Brücke und kurz darauf ist der Parkplatz Geigelstein erreicht. Start- und Endpunkt sind unter der Woche auch per Bus zur erreichen (Linie 9509, Haltestellen Schleching Schule und Ettenhausen).

  • Charakter: leicht
  • Dauer: 2 Stunden
  • Höhenmeter: 400 Meter

Mehr Infos und GPS-Daten auf: chiemsee-chiemgau.info

Mountainbiker auf der Kühroint im Berchtesgadener Land

4

Berchtesgadener Land: Zum Grünstein und Kühroint-Alm

Der Grünstein und die Kühroint-Alm bei Schönau am Königssee sind Wanderklassiker zu jeder Jahreszeit. Der 1.300 Meter hohe Grünstein lockt vor allem mit grandiosen Ausblicken auf die Berchtesgadener Berge rund um den Königssee. Einen besonderen Reiz erfährt die Tour im Winter mit Schneeschuhen.

Konditionsstarke Wanderer ziehen vom Grünstein weiter zur Kühroint-Alm und dem berühmten Aussichtspunkt Archenkanzel. Der Aufstieg beginnt am Parkplatz Hammerstiel in Hinterschönau und zieht sich entlang des beschilderten Sommerwegs in südöstlicher Richtung hinauf zur Grünsteinhütte (bei gutem Wetter an Wochenenden geöffnet).

Weiter zum Gipfel und die Aussicht auf den Königssee genießen! Von der Grünsteinhütte führt die Route sanft auf und ab hinüber zur Kühroint-Alm. Ein Stück weiter, an der Archenkanzel, beeindrucken nochmals spektakuläre Ausblicke auf den See. Der Rückweg führt an der Kühroint-Alm vorbei hinab zur Schapbach-Alm und zurück zum Startpunkt.

  • Charakter: schwer
  • Dauer: 6 Stunden
  • Höhenmeter: 900 Meter

Mehr Infos und GPS-Daten auf: berchtesgaden.de

Schneeschuhwandern auf das Fellhorn in Reit im Winkl

Reit im Winkl: Von der Hemmersuppenalm aufs Fellhorn

SPONSORED POST Das 1765 Meter hohe Fellhorn bei Reit im Winkl ist einer der schönsten Schneeschuh-Gipfel in den Chiemgauer Alpen. An klaren Tagen reicht die Sicht vom nahen Kaisergebirge und den Chiemgauer Nachbarn bis weit in die Berchtesgadener Alpen und die Hohen Tauern.

Dabei ist der Weg durchaus anspruchsvoll, mit 10 km Länge und 652 Höhenmetern, wenn man von der Hindenburghütte aus startet (Shuttlebus Service von Reit im Winkl aus).

Schnell verlässt man die lebhafte Hüttenumgebung mit Loipen und Winterwanderwegen, nur ab und zu trifft man auf die grüne DAV Beschilderung. Die meiste Zeit stapft man durch ruhigen, tief verschneiten Bergwald und weite Almflächen.
Tipp: Einheimische Schneeschuh-Guides bieten geführte Touren zum Fellhorn an.

Mehr Infos auf: ReitimWinkl-Schneeschuhtouren

Bergblick auf die verschneiten Allgäuer Alpen

5

Pfronten: Naturfreundlich auf den Schönkahler

Der Schönkahler liegt im Ostallgäu zwischen Pfronten und Zöbeln in den Tannheimer Bergen. Er ist 1.688 Meter hoch. Über seine Höhen verläuft die Grenze zwischen Deutschland und Österreich. Vom Gipfel hat man eine wunderbare Aussicht auf die Allgäuer Berge. Der Weg hinauf über flaches Gelände ist eine einfache, beliebte Tour für Schneeschuhgänger. Die Route ist als umweltverträglich ausgewiesen.

Man startet am Wanderparkplatz im Achtal, südlich von Pfronten, in Richtung Tannheimer Tal. Im Wesentlichen folgt der Aufstieg dem Sommerweg. Zuerst geht’s nach Westen über die Brücke des Kotbachs bis zum Waldrand. Dann biegt man nach links, das heißt nach Süden, ab. Man erreicht einen neuen breiten Weg, der zur freien Hochmulde bei einer Alm führt. Weiter dann Richtung Westen zum Sattel zwischen Pirschling und Schönkahler und über den breiten Rücken nordwärts zum Gipfel. Der Abstieg erfolgt auf derselben Route.

  • Charakter: mittelschwer
  • Dauer: 3 Stunden
  • Höhenmeter: 650 Meter

Mehr Infos und GPS-Daten auf: pfronten.de

Schneebedeckte Landschaften in den Allgäuer Alpen laden zum Schneeschuhwandern ein

6

Oberjoch: Wertach-Quellgebiet

Eine Tagestour für Schneeschuhanfänger: abwechslungsreiches Gelände, nicht zu steile Hänge, lawinensicher und eine gemütliche Einkehr. Das Quellgebiet befindet sich nördlich von Oberjoch im Tannheimer Tal. Die Landschaft ist zum Teil bewaldet, das Quellgebiet ein mooriges Gelände, von Latschen durchsetzt. Weite Bereiche sind aber frei und bieten schöne Ausblicke in die Umgebung und auf die Gipfel der Tannheimer Berge.

Start ist am Parkplatz an der L310 südlich der Spieserlifte. Man wendet sich Richtung Süden, am besten nicht auf den Winterwanderwegen, sondern daneben im Gelände. Nach einiger Zeit ist das moorige Gebiet erreicht, erkennbar an vereinzelten Latschen. Weiter ostwärts, dann nach Überqueren von Kaltenbrunnenbach und Eggbach im offenen Gelände „auf die Egg“ steigen. Nach weiterem Auf und Ab kommt der Schattwalder Moorweiher in Sicht. Das Panorama im Süden mit den Tannheimer Gipfeln ist herrlich!

Östlich des Wäldchens geht es in nördlicher Richtung weiter, hinter der Siedlung Krummenbach dann Richtung Krummenbacher Berg. Ein Genuss ist der Abstieg auf der Westseite zur Alpe „Untere Schwande“ – eine Einkehr dort sollte man nicht vesäumen! Zum Ausgangspunkt sind’s nach der Pause nur noch zehn Minuten.

  • Charakter: leicht:
  • Dauer: 3 Stunden
  • Höhenmeter: 270 Meter

Mehr Infos auf: badhindelang.de

schneebedeckte Landschaft in den Allgäuer Alpen

7

Alpsee-Grünten: Schneeschuhtour zum Sonthofer Hof

Start ist in Hofen, südlich von Sonthofen. Man folgt der Beschilderung „Alpe Sonthofer Hof“. Nach einem gut einstündigen Aufstieg erreicht man die Alpe auf 1.141 Meter Höhe. Sie liegt inmitten der Weiden unterhalb des Sonthofener Hörnles und bietet einen schönen Ausblick. Die Alpe ist im Winter an Wochenenden geöffnet.

Nach einer zünftigen Brotzeit geht es dann über Bergwiesen weiter zum „Altstädter Hof“ (1.250 m, im Winter ohne Bewirtung). Die Route führt anschließend durch ruhigen Winterwald zurück zum Startpunkt. Bei guter Sicht verspricht die Schneeschuhtour eine Gipfelschau, die vom Grünten über die Hörnergruppe bis ins Kleinwalsertal reicht.

  • Charakter: mittelschwer
  • Dauer: 3:45 Stunden
  • Höhenmeter: 470 Meter

Mehr Infos auf: alpsee-gruenten.de

Blick auf den verschneiten Allgäuer Ort Oberstaufen

8

Oberstaufen: Rundtour zum Steinernen Tor

Die sonnige Schneeschuhtour verläuft auf dem Hochplateau zwischen Imberg und Kojenstein südlich von Oberstaufen. Sportliche Geher wandern ab der Talstation der Imbergbahn über die Imberg-Alpe zur Bergstation (300 Höhenmeter) – oder man gondelt mit der Imbergbahn hinauf. Von der Bergstation (1.200 Meter) führt die Tour zunächst Richtung „Alpengasthof Hochbühl“ (im Winter geöffnet). Nun entweder unterhalb des Schlepplifts vorbei oder ein Stück die Piste entlang, dann queren und weiter zur „Alphütte Häuslers Gschwend“ (Selbstversorgerhütte). Von dort steigt man bergauf bis knapp unterhalb des Kamms. Weiter nach Westen in Richtung „Steinernes Tor“, einen Felsdurchlass.

Unterwegs genießt man tolle Aussichten über das verschneite Hochmoor hinüber zum Hohen Häderich, Falken und weitere Gipfel der Nagelfluhkette. Am „Steinernen Tor“ sind’s nur wenige Höhenmeter hinunter zum „Alpstüble Moos“, wo man einkehren kann. Man folgt danach der Beschilderung über die „Alpe Glutschwanden“ und „Alpengasthof Hochbühl“ zurück zum Ausgangspunkt Imbergbahn-Bergstation.

  • Charakter: mittelschwer
  • Dauer: 3 Stunden
  • Höhenmeter: 300 Meter

Mehr Infos und GPS-Daten auf: oberstaufen.de

Verschneite Landschaft im Fichtelgebirge

9

Fichtelgebirge: Geführte Touren und Winterwandertag Ochsenkopf

Geführte Schneeschuhwanderungen bietet der Naturpark Fichtelgebirge an. Sie reichen von der Zwei-Stunden-Wanderung über Halb- und Ganztagestouren bis zu Ausflügen mit Übernachtung. Die Ausrüstung kann ausgeliehen werden. Startpunkte sind unter anderem der Berggasthof „Bayreuther Haus“ südwestlich von Mehlmeisel (leichte Tour durch Hochwald rund um den Berggasthof, drei Stunden Dauer) und der Parkplatz an der Ochsenkopfbahn Süd in Fleckl (mittelschwere Tour zum Ochsenkopf-Seehaus, vier bis fünf Stunden Dauer). Auch der Fichtelgebirgsverein führt auf Schneeschuhen durch die verschneite Landschaft, in der Hochsaison je nach Wetter sonntags und mittwochs.

Ein umfangreiches Angebot finden Schneeschuhgeher während des 5. Deutschen Winterwandertags, der vom 18. bis 22. Januar 2023 in der Erlebnisregion Ochsenkopf stattfindet. „Ein Winterwandertag im Fichtelgebirge bietet nicht nur Wanderungen in der frischen Luft Oberfrankens. Er ist insgesamt ein Ereignis zum Wohlfühlen. Im Fichtelgebirge findet man Thermen, vielfältige Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten und dazu eine erstklassige regionale Küche“, verspricht der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder im Grußwort zum Event.

Mehr Infos auf: fichtelgebirge.bayern und winterwandertag-ochsenkopf.de

Schneeschuhwandern im Fichtelgebirge

10

Fichtelgebirge

Panorama-Tour zwischen Wülfersreuth und Schweinsbach

Die leichte Schnuppertour beginnt am Wanderparkplatz „Am Kellerhaus“ in Wülfersreuth bei Bischofsgrün – eine Runde zwischen zwei Rodungsinseln mit Ochsenkopf- und Frankenwald-Blick, dazu Waldpassagen. Man startet nach Osten, findet am Waldrand die Markierung des Schneeschuhwegs (stilisierter Schneeschuhläufer) und folgt diesem durch den Fichtenwald bis zur Kreuzung mit einem Forstweg. Hier links abzweigen und einen Kilometer das Forststräßchen entlang.

Man trifft dann auf den Rundweg 3 und den Schneeschuhweg, die zum Waldgasthaus „Schweinsbach“ leiten. Anschließend geht’s über eine kleine Rodungsinsel bergauf, ehe Fichtengehölz den Wanderer aufnimmt und der markierte Schneeschuhweg nach Wülfersreuth (dort Einkehrmöglichkeit) zurückführt. Auf den weiten Fluren kann man schließlich noch Zusatzschleifen ziehen oder entlang der Siedlung zum Ausgangspunkt zurückwandern.

  • Charakter: leicht
  • Länge: 5 Kilometer
  • Höhenmeter: 130 Meter

Mehr Infos auf: erlebnis-ochsenkopf.de

Schneeschuhtour im Fichtelgebirge

11

Fichtelgebirge: Am Großen Kornberg

Die kleine Rundtour eignet sich gut, wenn man einmal das Schneeschuhgehen ausprobieren möchte. Der Große Kornberg ist 827 Meter hoch und liegt im Nordosten des Fichtelgebirges. Man kann mit dem Auto direkt an der Vorsuchhütte parken, dem Startpunkt.

Das erste Wegstück verläuft etwas steil, dafür folgt man einem schönen Pfad durch den Wald. Nach einiger Zeit erreicht man eine Skipiste und steigt an ihrem linken Rand weiter bergan, bis man die höchsten Stelle mit der Schönburgwarte erreicht, von der man bei gutem Wetter einen schönen Ausblick hat. Der viereckige Turm ist 26 Meter hoch, 114 Stufen führen hinauf. Die Route verläuft weiter auf der Kornbergerallee – falls diese geräumt sein sollte, am Waldrand gehen –, biegt dann scharf nach Osten in den Martinlamitzer Weg ein und kehrt auf diesem zurück zur Vorsuchhütte.

  • Charakter: leicht
  • Länge: 5,5 Kilometer
  • Höhenmeter: 216 Meter

Mehr Infos und GPS-Daten auf: outdooracitve.com

Schneeschuhwanderer im verschneiten Bayerischen Wald

12

Rhön: Von Oberweißenbrunn zum Himmeldunkberg

Die Rhön ist das „Land der offenen Fernen“. Wald, Basaltkuppen, Hochflächen, Moore und Dörfer prägen die Landschaft des bis knapp 1.000 Meter hohen Mittelgebirges. Es erstreckt sich im Grenzgebiet zwischen Bayern, Hessen und Thüringen.

Eine leichte, schöne, häufig weglose Schneeschuhtour in der Bayerischen Rhön verläuft bei Oberweißenbrunn. Das höchstgelegene Dorf Unterfrankens, sechs Kilometer nordwestlich von Bischofsheim, hat sich zu einem kleinen Wintersport-Spot entwickelt. Berge in der Umgebung sind der Kreuzberg, Himmeldunkberg, Teufelsberg und Arnsberg.

Man startet vom östlichen Ortsrand von Oberweißenbrunn nach Norden Richtung Rockenstein und weiter zum 888 Meter hohen Himmeldunkberg, von dessen Gipfel sich weite Panoramablicke eröffnen. Jetzt weiter ostwärts zur „Würzburger Bergbundhütte“ (am Wochenende geöffnet, nur Getränke). Von dort wieder nach Süden zurück zum Start.

  • Charakter: leicht
  • Dauer: 2 Stunden
  • Länge: 5 Kilometer
  • Höhenmeter: 260 Meter

GPS-Daten auf: outdooractive.com

Winterliche Landschaft des Nationalparks Bayerischer Wald

13

Bayerischer Wald: Von Rettenbach zum Hirschenstein

Die beliebte Schneeschuh-Rundwanderung beginnt am Wanderparkplatz Rettenbach, südöstlich von Sankt Englmar. Dem Wanderweg 8 folgend, geht es bergauf. Nach etwa zwei Kilometern erreicht man den Goldsteig und biegt rechts ein. Es geht immer auf dem Wanderweg 8 weiter, bis der Hirschenstein (1.089 Meter) mit seinem Aussichtsturm und einer kleinen Schutzhütte erreicht ist. Von dem gemauerten Turm bieten sich Fernblicke nach Südwesten über die Donau-Ebene bis zum Alpenrand und nach Osten zu den Bayerwaldbergen.

Auf dem Goldsteig geht’s für circa 500 Meter weiter. Man erreicht einen Forstweg und biegt auf diesen rechts ein. Dann nach weiteren 500 Metern nach links Richtung Schuhfleck. An der Wanderkreuzung Schuhfleck dem Wanderweg 8 folgen. Die nächsten Kilometer verlaufen auf einer Forststraße. Dann biegt links der Weg in einen Pfad ab. Man folgt diesem bis Loderwinkel, überquert eine Wiese und geht über eine Teerstraße wieder zurück nach Rettenbach. Eine prima Schneeschuhtour für einen sonnigen Winternachmittag!

  • Charakter: mittelschwer
  • Dauer: 3 bis 4 Stunden
  • Höhenmeter: 370 Meter

Mehr Infos auf: bayerischer-wald.de

Bergblick im Bayerischen Wald in Ostbayern am Falkenstein

14

Nationalpark Bayerischer Wald: Auf den Großen Falkenstein

Der Große Falkenstein ist 1.315 Meter hoch und liegt südöstlich von Bayerisch Eisenstein. Die anspruchsvolle Schneeschuhwanderung beginnt am Parkplatz P1 Zwieslerwaldhaus in der Gemeinde Lindberg.
Zunächst folgt man der Straße Richtung Zwieslerwaldhaus, biegt dann rechts ab und folgt der Markierung „Eibe“ in Richtung Falkenstein. Bald zweigt der Weg nach links auf einen Waldpfad ab. Im Nationalpark ist es zum Schutz der Tiere im Winter wichtig, nur die markierten Wege nutzen.

Die Route steigt auf Richtung Falkenstein, vorbei an Felsen zum Kleinen Falkenstein und weiter durch Bergfichtenwald zum Großen Falkenstein, dessen Gipfel mit weiten Ausblicken die Anstrengung belohnt. Nach Einkehr im Falkenstein-Schutzhaus – 26. Dezember bis 6. Januar täglich, danach nur an Wochenenden –, wandert man auf dem „Goldsteig“ hinab in Richtung Zwieslerwaldhaus.

Der Weg führt durch Kahlflächen, verursacht 2007 durch Orkan Kyrill; das Holz wurde in der Folge entnommen. Man folgt dem „Goldsteig“ weiter bis zur Ruckowitzschachten (Schachten sind von Menschen geschaffene Lichtungen, die als Weideflächen dienen). Danach fällt der Goldsteig steiler ab und erreicht das Urwaldgebiet Mittelsteighütte. An der nächsten Kreuzung folgt man der Markierung ,Ameise‘ über eine Brücke, verlässt das Urwaldgebiet und erreicht wieder die Teerstraße.

  • Charakter: schwer
  • Dauer: 5 Stunden
  • Länge: 10,7 Kilometer
  • Höhenmeter: 610 Meter

Mehr Infos und GPS-Daten auf: nationalpark-bayerischer-wald.bayern.de und schutzhaus-falkenstein.de

Schneebedeckte Dächer des Freilichtmuseums in Finsterau

15

Nationalpark Bayerischer Wald: Durchs Finsterauer Filz zur Alten Klause

Das Dorf Finsterau liegt auf circa 1.000 Meter Höhe im Landkreis Freyung-Grafenau. Start der mittelschweren Schneeschuhtour ist der Parkplatz Wistlberg. Von dort der „Birkhuhn“-Markierung in Richtung Finsterauer Filz folgen, bis die Moorlandschaft erreicht ist. Eine Infotafel informiert über den früheren Torfabbau sowie die Renaturierung der Flächen. Weiter mit dem „Birkhuhn“ durch dichten, mystisch anmutenden Wald, ehe die Alte Klause erreicht ist und der Wald sich wieder lichtet. Jetzt mit der neuen Markierung „Hauptwanderweg“ in Richtung Oberes Reschbachtal.

Der Wald zeigt all seine Facetten – von Windwurf- und Borkenkäferflächen bis zu dichten Altbestände. An einer Kreuzung links abbiegen und der Markierung „Waldschaf“ bis zum Bauernhofmuseum Finsterau folgen. Nach einem eventuellen Museumsbesuch (25. Dezember bis April, 11 bis 16 Uhr) die Radweg-Markierung „Nationalpark-Radweg“ in Richtung Bučina wählen. Ab der Igelbus-Haltestelle Finsterau, Hotel Bärnriegel, mit Markierung „Via Nova“ zurück zum Parkplatz.

  • Charakter: mittelschwer
  • Dauer: 2,5 Stunden
  • Länge: 6,5 Kilometer
  • Höhenmeter: 170 Meter

Mehr Infos und GPS-Daten auf: nationalpark-bayerischer-wald.bayern.de und freilichtmuseum.de

Ausblick vom Berg Lusen im Nationalpark Bayerischen Wald

16

Nationalpark Bayerischer Wald: Von Waldhäuser zum Lusen

Vom Wanderparkplatz in Waldhäuser zieht man zunächst auf der Lusenstraße bergan. Bei der Waldhausreibe geht es links Richtung Glasarche. Das beeindruckende Kunstwerk zeigt eine riesige Hand aus Holz, die ein gläsernes Boot – fünf Meter lang und drei Tonnen schwer – hält. Hier biegt man rechts auf einen langen Anstieg ein und erreicht über die sogenannte Himmelsleiter den Lusen (1.173 Meter).

Die Route führt über das Lusenschutzhaus hinab, folgt der Markierung „Luchs“, erreicht wieder die Waldhausreibe und steuert erneut die Glasarche an. Dort zweigt man jetzt jedoch links ab und folgt dem Wanderweg Richtung Teufelsloch. Es geht über hölzerne Steige und dann links hinab ins Tal. Am Teufelsloch vorbei und dem Weg – teilweise steil – abwärts folgen. Bei der Martinsklause auf den Wanderweg „Zaunkönig“ wechseln und diesem folgen. Schließlich ist der Ausgangspunkt, der Wanderparkplatz in Waldhäuser, erreicht.

  • Charakter: mittelschwer:
  • Dauer: 4 Stunden
  • Länge: 10,3 Kilometer
  • Höhenmeter: 470 Meter

Mehr Infos auf: outdooractive.com und lusenschutzhaus.de

Video: Tourenplanung, sicher und naturverträglich unterwegs

Manfred Scheuermann und Thomas Bucher vom Deutschen Alpenverein verraten im Interview, wie man bei der Tourenplanung am besten vorgeht, was man alles im Gelände berücksichtigen muss, wo Gefahren durch Lawinen lauern und wie man sich schützt. Und nicht zuletzt, wie man sich als Tourengeher umweltverträglich und rücksichtsvoll verhält. Der DAV legt gegenüber seinen Mitgliedern großen Wert auf Sicherheit, Naturschutz und Haltung.
Mehr Infos und Tipps zum Thema Rücksichtsvoll durch Bayern

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