Phoenix aus der Asche

Einst eine traditionsreiche Posthalterei, verfiel das wunderbare barocke Palais am Tor zum Altmühltal zusehends. Bis die Hoteliersfamilie Amrhein es von hässlichen Anbauten befreite und mit viel Liebe zum Detail in ein Schmuckstück verwandelte

Post Berching

SPONSORED STORY Eigentlich war Christian Amrhein nur von einem befreundeten Berchinger Stadtrat gebeten worden, sich das heruntergekommene Gebäude im Herzen der Stadt einmal anzusehen. Schließlich hatte er mit seiner Frau Denise schon im zehn Kilometer entfernten Beilngries das familieneigene Hotel „Fuchsbräu“ geschmackvoll ausgebaut.

Aus „mal kurz einen Blick drauf werfen“ wurden „mehrere Stunden, die wir in der Ruine herumgekraxelt sind“ – nach rund einem Jahr des Rechnens und Planens fiel die Entscheidung, das traditionsreiche Hotel "Post Berching" zu übernehmen und von Grund auf zu sanieren.

Deckenbalken von 1736

Das war 2016, nach drei Jahren Bauzeit konnte wie geplant am 31.12.2019 eröffnet werden. „Das verdanken wir auch unseren heimischen Handwerkern, die Feuer und Flamme für das Projekt waren“, sagt Amrhein. „Und die meisten von ihnen halten uns jetzt auch als Gäste in unserem Biergarten oder bei Familienfeiern in unseren Veranstaltungsräumen die Treue.“

So nahm das beeindruckende Anwesen wieder seine Schlüsselrolle in dem 9.000-Einwohner-Städtchen ein, die es über die Jahrhunderte gespielt hatte. Mit mehr als 100 Zimmern „in scheußlichen Bettenbauten“, so Amrhein, war das „Hotel zur Post“ in den 1970er-Jahren sogar das größte Hotel der Oberpfalz.

Heute präsentiert sich die „Post Berching“ mit 32 eleganten Zimmern und Suiten in einer bis ins Detail durchdachten Mischung aus Alt und Neu – alles, was dem Ursprungs-Ensemble aus dem18. Jahrhundert instinktlos hinzugefügt worden war, ließen die Amrheins im Einklang mit dem Denkmalschutz entfernen.

Besonders eindrucksvoll sind die neuen Räume im Dachgeschoss, bei denen die mächtigen Balken aus dem Gründungsjahr 1736 freigelegt wurden. „Die haben wir alle mehrfach von Hand abgeschrubbt“, erinnert sich Christian Amrhein lachend.

Alte Dielen in der Bar

Maßgefertigte Schränke, Tische, Regale und Boards unterstreichen die Raumwirkung ebenso wie die restaurierten Natursteinwände in manchen Zimmern oder die hellen Lärchenholzböden eines nachhaltigen Südtiroler Handwerksbetriebs. Werke regionaler Künstlerinnen und Künstler wie Donata Oppermann, Elke Schwarz und Martin Herler setzen in den Zimmern und Fluren Akzente. Auch die neu erbaute Kulturhalle der Stadt Berching fand auf dem Gelände Platz.

Wir haben alles, was die Jahrhunderte überdauert hat, aufbereitet“, sagt Christian Amrhein, „und zum Beispiel alte Dielen vom Dachboden für unsere Bar verwendet“. In einem eindrucksvollen Gewölbe, den ehemaligen Stallungen, ist das Restaurant untergebracht. Als Anhänger und Unterstützer der Slow-Food-Bewegung legen die Amrheins hier größten Wert auf regionale und saisonale Produkte. Dabei konnten sie auf ihre Erfahrungen aus dem Beilgrieser „Fuchsbräu“ zurückgreifen.

Wir haben alles, was die Jahrhunderte überdauert hatte, sorgsam aufbereitet

Slow Food und Bier aus der Region

Auch die beiden Küchenchefs haben dort bereits ihr Können unter Beweis gestellt. Ob „Böfflamott“ vom Juradistl-Weiderind aus der Oberpfalz oder je nach Jahreszeit interpretierte Knödel-Spezialitäten mit saisonalem Gemüse – für Fleischfans wie Vegetarier hält die Karte eine fein komponierte Auswahl regionaler Spezialitäten bereit.

Fisch aus heimischen Gewässern gibt’s natürlich auch. An Bier wird Schattenhofer Helles und Pils aus Beilngries ausgeschenkt, auch das Weißbier und das Dunkle liefern Brauereien aus dem „Dreiländereck“ zwischen Oberpfalz, Franken und Oberbayern. Seit 1834 war der damalige „Gasthof zur Post“ sogar selbst eine Brauerei und Bierwirtschaft.

Als Königliche Posthalterei  florierte das imposante Anwesen zusätzlich – umso mehr, als im Jahr 1846 der Ludwigskanal eröffnete, die erste schiffbare Verbindung zwischen Donau und Main. Fortan zogen Treidelpferde mit Waren beladene Lastkähne über die Wasserstraße. Schiffsreiter wie Pferde fanden Unterkunft und Verpflegung im „Gasthof zur Post“. Solche originalgetreuen „Treidelfahrten“ gehören heute zu den Attraktionen, die Gäste in Berching erleben können.

Klettergarten und Maybach-Museum

Von einer komplett erhaltenen mittelalterlichen Mauer mit 13 Türmen umschlossen, eignet sich das Städtchen perfekt für eine entschleunigte Auszeit in historischem Ambiente. Gegen einen kleinen Unkostenbeitrag bietet die Tourist-Info auch regelmäßige Stadtführungen an. Im nahen Altmühltal finden Wanderer, Radfahrer und Paddler beste Bedingungen.

Gerade für Familien empfiehlt Christian Amrhein auch den „Altmühltaler Abenteuerpark“ mit Waldklettergarten, das spektakuläre „Dinosaurier Museum Altmühltal“ und das rund ums Jahr geöffnete Erlebnisbad „Berle“ direkt in Berching. Mit dem Maybach-Museum im keine 20 Kilometer entfernten Neumarkt hat er auch einen besonderen Tipp für Oldtimer-Fans auf Lager.  

Auf einen Blick

  • 32 Zimmer und Suiten
  • 3 Tagungsräume für 10 bis 120 Personen
  • Einstellmöglichkeit für Fahrräder
  • Kostenfreie Parkplätze
  • Vernissagen im Hotel, Musikveranstaltungen im Biergarten
  • DZ/F ab 120 Euro
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