Schloss-Idyll mit modernem Touch

Das fein restaurierte, mittelalterliche Wasserschloss ist das Herzstück des „Schlossparkhotel Mariakirchen“. Allen Komfort genießen die Gäste im Haupthaus mit seiner markanten Glasfassade. Mit bayerischer Gemütlichkeit lockt der Biergarten der schlosseigenen Brauerei

Schlossparkhotel Mariakirchen

Irgendwo hämmert der Specht. Ein Chor aus Buch- und Grünfinken, Kohl- und Blaumeisen, Stieglitzen und Dohlen umzwitschert das schnelle Tok-Tok-Tok. Eichhörnchen tollen durchs Geäst der alten Eichen und Linden im Schlosspark, ein Schwarm Wildenten lässt sich im Burggraben nieder. Über den neuen Schwimmteich huscht ein Eisvogel. Und zwischen all dem Grün erhebt sich das 1550 erbaute Wasserschloss Mariakirchen mit seinen Türmchen und grün-weiß-roten Fensterläden.

Hochzeit im Schloss

Was für eine Kulisse, wie geschaffen für glanzvolle Feste. Und in der Tat ist das Vier-Sterne-Schlossparkhotel ein beliebter Ort für Hochzeitsfeiern. Die Gastgeber Johanna Lindner und Arno Sonderfeld haben hier selbst Ja gesagt.

„Das war selbstverständlich! Die kirchliche Trauung fand in unserem Fall aber nicht – wie sonst bei unseren Hochzeiten – in der wunderschönen Barockkirche von Mariakirchen statt, sondern in der Arnstorfer Pfarrkirche.“ Schließlich ist Johanna gebürtige Arnstorferin und der 7.000-Einwohner-Ort nach wie vor der Sitz des weltweit tätigen Bauunternehmens Lindner Group.

Selbst die Flughäfen Hongkong International Airport und London-Heathrow zählen zu den Referenzen des auch sozial sehr engagierten Unternehmens im Herzen Niederbayerns.

2003 kaufte Hans Lindner, der Vater der Gastgeberin, das völlig marode Wasserschloss im eingemeindeten 600-Seelen-Dorf Mariakirchen, um Seminar- und Tagungsräume für die Belegschaft zu schaffen – und um das Kleinod vor dem Verfall zu retten.

Bis heute stellen Geschäftsreisende und Gruppen die Hauptklientel, aber immer mehr Privatgäste entdecken den Charme und die ideale Lage des Schlossparkhotels, das nur eine Fahrstunde vom Münchner Flughafen entfernt liegt.

Kontrast zwischen Alt und Neu

„In jedem Zimmer hängen alte Aufnahmen"

Zunächst entstand in den ehemaligen Stallungen das „Schlossbräu“, dessen hausgebraute, naturtrübe Biere im Biergarten unter alten Kastanien besonders gut schmecken. Und weil Johanna Lindner vorher schon in der Hotellerie tätig war, ergab es sich, das herrschaftliche Ensemble zu einem Hotel auszubauen.

2007 entstand das moderne Haupthaus, 2016 kam der historische „Hofwirt“ hinzu. Der Clou sind aber die fünf Hotelzimmer im Wasserschloss selbst: Wunderschöne alte Holzböden, hohe Decken, Kronleuchter und fein restaurierte Mauern bewahren trotz allem modernen Komfort mittelalterliches Flair.

Gastgeberin Johanna Lindner liebt den Kontrast zwischen Alt und Neu. „Der ist auch im Haupthaus spürbar“, sagt sie. „In jedem Zimmer hängen alte Aufnahmen des Arnstorfer Fotografen Joseph Gollwitzer, der in der Nachkriegszeit mit dem Moped über die Dörfer und Felder fuhr. Da hat er Familienfeiern eingefangen und bäuerliche Szenen, eine Welt, die es so nicht mehr gibt – das fasziniert mich ungemein.“ Mit warmen Farben, viel Holz und klaren Strukturen bildet jedes Zimmer den Rahmen für die anrührenden Schwarz-Weiß-Fotografien.

Lieblingsplatz im Gewölbekeller

Auch wenn manche Stammgäste das besondere Ambiente im Schloss bevorzugen, gibt es viele, die die geräumigen Zimmer im Haupthaus vorziehen. Und manch einer hat natürlich auch schon Johanna Lindners Lieblingsplatz im Hotel entdeckt: „Das ist ein mini-kleiner Gewölbekeller im ,Hofwirt‘, den wir zur Lese-Ecke umfunktioniert haben. Da kann sich jeder ein Buch nehmen und ein bisschen schmökern, ich mache das auch gern.“

Der Biergarten liegt Johanna Lindner ebenfalls am Herzen: „Hier ratschen die Gäste miteinander, am Stammtisch wird Schafkopf gespielt, man spürt ein wunderbar bayerisches Lebensgefühl.“ Die Zutaten für Brotzeit & Co. stammen großteils aus der hauseigenen Biolandwirtschaft „Land.Luft“ in Leberfing.

Die Tiere bewegen sich dort frei und werden stressfrei direkt auf der Weide geschlachtet. Selbstverständlich kommen auch die Hotelgäste in den Genuss der Bioprodukte, vom Rührei von Freiland-Hühnern über hausgemachte Marmeladen bis zu den Wurstwaren aus eigener Produktion.

Naturspielplatz und Golfplätze

Es lohnt sich, die nähere  Umgebung zu erkunden

Die Rezeption liegt im 1810 erbauten Gartenhaus. Hier sitzt man auch nett in der kleinen Kaffeebar und kann von dort aus schöne Spaziergänge im Schlosspark unternehmen. Erste Wahl für Familien ist natürlich der Naturspielplatz in der Westecke: „Da haben wir eine Rüttelplatte, Rollen zum Balancieren, Hängematten und vieles mehr“, sagt Johanna Lindner, „fast alles ist aus Holz gebaut.“

Trotzdem lohnt es sich, auch die Umgebung zu erkunden. Im ruhigen Kollbachtal kann man wunderbar wandern und Rad fahren, der nahe Bockerlbahn-Radweg verbindet drei Fernradwege. Im Umfeld liegen mehrere Golfplätze, und für Abenteuerlustige bietet sich der Erlebnispark Voglsam mit Hochseilgarten, Riesentrampolin und Sommerrodeln an.

Wer mehr von Land und Leuten kennenlernen will, hat bei einem der vielen Volksfeste die Gelegenheit. Oder beim Maibaumaufstellen, bei dem all die starken Männer des Dorfs traditionell mit „Schwaiberln“ den Baum in die Höhe stemmen. Und danach heißt es natürlich: „O’zapft is!“

Auf einen Blick

  • 54 Zimmer
  • Einstellmöglichkeit für Fahrräder
  • Kostenfreie Parkplätze
  • Wellnessbereich mit drei Saunen, Fitness- und Massageraum, Natur-Schwimmteich
  • Doppelzimmer ab 130 Euro
  • Auch Familienzimmer verfügbar

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