Türkisblaue Seen, versteckte Ufer und überraschenden Geschichten: Diese acht Orte am Wasser beweisen, wie vielfältig das Oberpfälzer Seenland ist
8 x Erlebnisse im Oberpfälzer Seenland
Karibik-Vibes am Murner See
Mit den Füßen im weißen Sand, Palmenblätter wehen im Wind, der Himmel färbt sich langsam rosa und der Murano Beachclub am „Theatron“ spielt dabei Beats. Am Murner See fühlt sich ein Sommerabend überraschend nach Karibik an.
Tagsüber kommen dort Badefans und Wassersportler zusammen, doch entlang des naturbelassenen Nordufers warten auf Ruhesuchende auch stille Plätze. Ein Aufstieg auf den Aussichtsturm wird mit einem weiten Blick über das glitzernde Wasser und die Landschaft belohnt. Kaum zu glauben, dass dieser lebendige See einst ein Tagebau war.
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Das Oberpfälzer Meer: Der Steinberger See
Im Herzen des Oberpfälzer Seenlands vergeht ein Tag wie im Flug. Am Vormittag ziehen Wakeboarder am Steinberger See im „Wild Wake Park“ ihre Bahnen, nebenan wird beim „Stonehill Adventure“ Golf gespielt, im Hochseilgarten geklettert oder im Freizeitpark „Movin’Ground“ gespielt.
Zwei Badestrände laden zum Schwimmen und Sonnenbaden ein, Tretboote, Surfboards und SUPs liegen startklar am Ufer. Wer dann noch die größte begehbare Erlebnisholzkugel der Welt hinaufläuft, erlebt einen Panoramablick über den See und seine kleinen Inseln.
Neben all der Action lässt der größte See Ostbayerns aber auch viel Platz für ruhige Momente und stille Erlebnisse in der Natur. Der knapp 7 Kilometer lange Rundweg führt größtenteils am Ufer entlang und bietet immer wieder Ausblicke auf den See.
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Versunkenes Dorf
Zwischen den Hügeln bei Neunburg vorm Wald schlängelt sich der Eixendorfer See hindurch und zieht Wanderer, Radfahrer und Wassersportbegeisterte an. Namensgeber ist das einstige Dorf Eixendorf, das dem Stausee weichen musste. Bei niedrigem Wasserstand ließen sich in den letzten Jahren noch vereinzelt alte Straßenspuren erahnen, ein beeindruckendes Zeugnis der Vergangenheit.
Heute gleiten Segler über das Wasser, Angler versuchen ihr Glück und Kinder erleben am Spielplatz „Eixi“, einem gigantischen Holzkarpfen, kleine Abenteuer. Malerische Wege führen rund um den See durch Wiesen, Ufer und kleine Wälder. Das ist perfekt für ausgedehnte Wanderungen oder entspannte Radtouren mitten in der Natur.
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Unterirdisch schön: Bayerns größtes Felsenkeller-Labyrinth
Tief unter der Großen Kreisstadt Schwandorf verbirgt sich ein echtes Juwel. Ein weit verzweigtes Netz aus Felsenkellern, das Größte seiner Art in Bayern, zieht sich unter der Stadt hindurch. Bei einer Führung öffnen sich die Gänge und Gewölbe, die eine ganz eigene, fast mystische Atmosphäre haben.
Zurück im Tageslicht wirkt die Stadt wie ein Gegenentwurf. Cafés am Marktplatz, kleine Läden und ruhige Plätze, auf denen man den Moment genießen kann. Ganz nebenbei erfährt man, dass in Schwandorf der Komponist der Bayernhymne geboren wurde. Ein Ort, der mehr erzählt, als man auf den ersten Blick vermutet.
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Wilde Flussabenteuer auf dem Regen
Abseits vom Trubel zeigt sich das Regental bei Nittenau von seiner ursprünglichsten Seite. Vom Kanu aus zieht die Landschaft langsam vorbei. Felsen, Wälder, Burgen und Schlösser begleiten den Weg entlang des Flusses Regen.
Mal öffnet sich der Blick weit, mal wird es still und abgeschieden. Kleine Buchten und Anlegestellen laden dazu ein, kurz innezuhalten und die Natur wirken zu lassen. Wer so unterwegs ist, merkt schnell, wie wenig es braucht: Wasser, Bewegung und das Gefühl, ganz bei sich zu sein.
Übrigens: Rund um die alten Adelssitze ranken sich Sagen, die bei der „Geisterwanderung“ lebendig werden, einem Freilichtspiel der besonderen Art.
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Karpfen für die „Titanic“
Manchmal beginnt eine große Geschichte unscheinbar, wie die des „Gut Rauberweiherhaus “ bei Schwarzenfeld. Ende des 18. Jahrhunderts züchtete der Graf von Holnstein dort aus fränkischen und böhmischen Karpfen eine neue Art: den Schwarzenfelder Spiegelkarpfen. Mit seinem besonderen Schuppenbild wurde er weltweit bekannt und schaffte es sogar als Delikatesse auf die Speisekarte der „Titanic“.
Heute wird die Teichwirtschaft von lokalen Betrieben weitergeführt, die den Fisch mit viel Wissen und Gefühl für Natur nachhaltig aufziehen. Rund um Schwarzenfeld lässt sich diese regionale Tradition noch immer schmecken.
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Das Familienparadies „Sandoase“
Mitten im Grünen liegt die „Sandoase“ bei Bruck in der Oberpfalz. Heller Sand, flaches Wasser und viel Platz machen den kleineren See zum idealen Treffpunkt für Familien. Im abgetrennten Nichtschwimmerbereich können die Kleinen sicher planschen, während man auf dem restlichen Teil des Sees längere Strecken schwimmt oder das Wasser auf dem SUP erkundet. Zwei kleine Inseln setzen charmante Akzente und verleihen der „Sandoase“ echtes Urlaubsflair.
Ein nahegelegener kurzer Rundweg führt zum keltischen Baumkreis, einem spannenden Ort, an dem jeder sein „eigenes“ Baumgeheimnis entdeckt. Wer noch ein paar Schritte weiter geht, sieht im Flugplatz-Café den Maschinen beim Starten und Landen zu oder probiert sein Können auf der neuen Adventuregolfanlage aus.
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Konzerte am Wasser
Wenn die Sonne hinter dem Hammersee versinkt und sich das Licht im Wasser spiegelt, beginnt die besondere Zeit an der Seebühne. Ob Konzert, Theater oder Kabarett, hier trifft Kultur auf Natur.
Mit einem kühlen Getränk in der Hand und mit Blick auf die stimmungsvoll beleuchtete Seebühne erlebt man laue Sommerabende, die sich nach Urlaub anfühlen. Die Kulisse aus Wasser, Licht und Musik verleiht dem Moment eine besondere Ruhe.
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