Blasius-Festival: Das Moderatoren-Paar Daniela & Bernhard
Spaß mit Brass

Jeden Juli bringt das Blasius-Festival in Fremdingen über drei Tage hinweg Jung und Alt zum Tanzen. Polka, Walzer und Marsch gibt’s genauso zu hören wie Brass-Crossover mit Clubmusik, Elektro, Dance und Hip-Hop

Die Brass-Macher

Posaunen, Klarinetten oder Trompeten – Instrumente, soweit das Auge reicht. Rund tausend Gäste des Blasmusik-Festivals Blasius im schwäbischen Landkreis Donau-Ries stehen jeden Juli vor der Bühne. Sie halten ihre Instrumente in den Händen. Der Dirigent steht auf der Bühne und hebt den Taktstock. Er gibt den Einsatz. Die Teilnehmer erhalten die Noten bereits mit dem Ticket, damit sie sich vorbereiten können.

Ohne jemals vorher gemeinsam geübt zu haben, spielen dann tausend Hobby-Musiker im sogenannten Gemeinschaftschor den Blasius-Marsch – eine eigens für das Festival in Auftrag gegebene Komposition. So manch schiefer Ton ist dabei, aber egal, denn insgesamt klingt es erstaunlich harmonisch.

Die Moderatoren Daniela Dotzauer und Bernhard Reichherzer stehen neben der Bühne und beobachten das riesige Blasorchester. Beide sind Mitglied im Musikverein 1871 Fremdingen und im Organisationsteam des Festivals. Dass ihr Publikum so musikalisch ist, finden sie großartig. Auch auf dem Zeltplatz spielen die Gäste immer wieder auf ihren Musikinstrumenten. „Es wird 24 Stunden am Tag musiziert“, erzählt Bernhard Reichherzer begeistert.

Gespielt wird alles

Auf dem Blasius gibt es auch blasmusikalischen Crossover mit Elektro, Dance und Hip-Hop. Wichtig dabei aber ist, dass mindestens ein Blasinstrument spielt. „Je später der Abend, desto partytauglicher die Musik“, sagt Daniela Dotzauer lachend.

Blasius-Festival: Die Band

Die Idee für das Blasmusik-Festival hatten einige Mitglieder des Musikvereins 1871 Fremdingen im Jahr 2015. „Eigentlich war es eine Art Schnapsidee zu später Stunde“, erzählt Bernhard Reichherzer schmunzelnd. Ein Jahr lang suchten sie ein passendes Gelände, holten Erfahrungswerte von anderen Festival-Organisatoren ein und fragten Bands an. Sie erstellten eine Machbarkeitsstudie, der Vereinsvorstand war begeistert.

Von der Schnapsidee zum Publikums-
magnet

Ganz einfach ist es allerdings nicht, ein Festival mitten im Wald auszurichten – auf einer grünen Wiese. Die größte Herausforderung ist der fehlende Wasseranschluss. Doch sie fanden eine Lösung: eine 1,5 Kilometer lange Trinkwasserleitung quer durch den Wald. Und das Abwasser füllen sie in Güllefässer und fahren es mit dem Traktor zur Kläranlage.

Ein Jahr lang bereiten rund 60 Mitglieder des Musikvereins das Festival ehrenamtlich vor. Außer der Musik gibt es Attraktionen wie einen Pool, eine Schiffschaukel und einen Schießstand. Im eigens aufgebauten Biergarten sitzen tagsüber viele ältere Menschen, die meisten davon in Tracht.

Blasius-Festival: Auftritt der Brass-Band

Es ist dunkel geworden. Daniela Lauter steht auf der erleuchteten Bühne und moderiert mit lauter Stimme die nächste Band an: „Bitte begrüßt mit mir Die Fexer!“ Die Menschen jubeln. Im Takt schunkeln, hüpfen und springen 18- genauso wie 60-Jährige. „Es ist immer friedlich, niemand schubst den anderen“, sagt Bernhard Reichherzer. Er bekommt Gänsehaut, wenn er sieht, wie Hunderte Menschen vor der Bühne Spaß haben und die Blasmusik genießen. In so einem Moment weiß er, dass sich der Aufwand gelohnt hat.

Mehr Informationen zum Festival unter blasius.online

Blick auf das Ries vom Goldberg nach Süden

... von Daniela und Bernhard

Ofnethöhlen
In unserer Heimat Donau-Ries gibt es viele Sehenswürdigkeiten. Rund 20 Kilometer entfernt von Fremdingen findet ihr die Ofnethöhlen. Das sind natürliche Karsthöhlen, also Höhlen, die durch die Lösung von Kalkgestein entstanden sind. Darin haben Forscher Reste von Knochen und Zähnen von Tieren aus der Eiszeit gefunden – zum Beispiel von Wildpferden, Nashörnern oder Mammuts. Eine sehr spannende Zeitreise!
ferienland-donau-ries.de

Auf den Urlas
Rund um Fremdingen gibt es eine große Waldfläche. Dort könnt ihr toll spazieren gehen. Im Wald erhebt sich der Urlas, ein 532 Meter hoher Berg. Ich gehe sehr gerne hinauf und genieße die Ruhe. Es ist herrlich, die Natur im Donau-Ries hautnah zu spüren.

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