Rothenburg ob der Tauber: Markusturm in der Altstadt
Rothenburg ob der Tauber

Was kann man unternehmen? Welche Museen, Locations und weitere Sehenswürdigkeiten lohnen einen Besuch? Wir zeigen, was man in Rothenburg ob der Tauber ansehen und erleben sollte

Lesezeit: 10 Minuten

10 Sehenswürdigkeiten in Rothenburg ob der Tauber

Rothenburgs Plönlein

Das Plönlein: Rothenburgs bekanntestes Fotomotiv

Es ist das bekannteste Fotomotiv von Rothenburg ob der Tauber: Das wie aus einem Grimm-Märchen entsprungene, krumme Fachwerkhaus, das vor dem Eingang zum Spitalviertel steht. Das zauberhafte Bauwerk bildet den Mittelpunkt des Plönleins – was soviel bedeutet wie „Kleiner Platz am Brunnen“.

Zum historischen Plönlein-Ensemble gehören denn auch der Brunnen vor dem Fachwerkhaus sowie die zwei Türme der Stadtmauer, die zu beiden Seiten aufragen: Links der Siebersturm, der ins Spitalviertel führt, und rechts der Turm des Kobolzeller Tores aus dem Jahr 1360, der Richtung Taubertal weist.
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Rothenburg ob der Tauber: Stadtmauer

Stadtmauer und Turmweg: Spaziergang um die Rothenburger Altstadt

Rothenburg ob der Tauber ist umgeben von einer Mauer mit 42 Türmen, sechs Toren und einigen Türchen für Fußgänger – „Fränkisches Jerusalem“ nannte man die Stadt wegen ihrer beeindruckenden Silhouette.

Ein vier Kilometer langer Weg verbindet in zweieinhalb Stunden Gehzeit die Türme und führt um die Altstadt herum. Zentraler Ausgangspunkt ist der Röderturm mit seiner tollen Aussicht über Dächer und Gassen. Infotafeln und eine Broschüre zum Weg informieren über die Stadtgeschichte.
Mehr über die Stadtmauer und Türme

Die Jakobskirche in Rothenburg verfügt über Arbeiten von Tilman Riemenschneider

Jakobskirche: Ein Highlight für Pilger und Kunstliebhaber

Der Name weist darauf hin: Rothenburg ob der Tauber liegt am deutschen Jakobswege-Netz. Pilger, die von Nürnberg kommen, gehen via Speyer Richtung Frankreich und weiter nach Spanien. Von Rothenburg ob der Tauber sind’s noch 2.463 Kilometer bis Santiago de Compostela!

Über tausend Pilger jährlich holen sich in der von 1311 bis 1484 errichteten, heute protestantischen Jakobskirche ihren Pilgerstempel. Highlights der Kirche: Der eindrucksvolle Riemenschneider-Altar, ein weiterer spätgotischer Altar mit der ältesten Darstellung des Rothenburger Marktplatzes, die farbigen Fenster im Ostchor und die große Rieger-Orgel von 1968.

  • Konzerte finden das ganze Jahr über statt
  • Regelmäßige Kirchenführungen

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Käthe Wohlfahrt Weihnachtsdorf in Rothenburg ob der Tauber

Weihnachtsmuseum Käthe Wohlfahrt: Ganzjähriger Weihnachtszauber

Das Museum in der Herrngasse zeigt, wie man früher in Deutschland Weihnachten gefeiert hat und wie die, je nach Region, unterschiedlichen Bräuche entstanden sind. Bis ins 14. Jahrhundert ist Weihnachten ein überwiegend kirchliches Fest. Danach entwickeln sich im Umfeld der Handwerkszünfte die ersten Weihnachtsbräuche. Ab dem 18. Jahrhundert dann erobert das Fest auch die privaten Wohnungen.

Die Dauerausstellung zeigt Objekte, entstanden zwischen 1870 und 1950. Man sieht Christbäume, Christbaumschmuck und Schwibbögen, Christbaumständer, Weihnachtspostkarten und Papierkrippen, Christbaumbeleuchtungen, Adventskränze, Weihnachtskalender und vieles mehr. Im angeschlossenen „Weihnachtsdorf“ gibt’s Weihnachtsartikel aller Art zu kaufen.
Zum Weihnachtsdorf Käthe Wohlfahrt

Burggarten Rothenburg im Herbst

Burggarten: Panoramablick über das Taubertal

Eine Burg existiert in Rothenburg ob der Tauber schon lange nicht mehr. An ihrer Stelle erstreckt sich heute der Burggarten – die grüne Oase der Stadt. Eine Schautafel informiert über die einstige Burganlage der Staufer. Den Garten prägen alte Bäume und weite Rasenflächen. Eine Stele erinnert an die Zeiten, als der Stauferkaiser seine Kontrolle über die Reichsstadt wahrte.

Ein Pogromstein gedenkt der jüdischen Einwohner, die im Zuge des Rintfleisch-Pogroms 1298 ermordet wurden. Hinter dem einstigen Gärtnerhaus befindet sich das Figurenbeet: In einem Blütenmeer stellen Statuen die einzelnen Jahreszeiten dar. Vom Burggarten hat man auch einen schönen Blick über das Taubertal. Zugang ist rund um die Uhr möglich.
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Mittelalterliches Kriminalmuseum Rothenburg

Kriminalmuseum: Einblick in die Rechtsgeschichte

Gruselig oder höchst informativ? Wer schon immer einmal wissen wollte, was es mit der Eisernen Jungfrau wirklich auf sich hatte, und vor dem Anblick von Schandmasken, Daumenschrauben, Streckbänken und Co. nicht zurückschreckt – für den ist das Museum der richtige Ort. Und auch für den, der etwas über 1.000 Jahre deutsche und europäische Rechtsgeschichte erfahren möchte.

Denn das Museum, untergebracht im einstigen Johanniterkloster, will alles andere als schockieren, vielmehr mit seinen Exponaten aufklären, wie sich das Recht seit dem Mittelalter verändert hat und welche Vorurteile falsch sind. Neben der Geschichte des Strafrechts und seiner Sanktionen thematisiert die Ausstellung ebenfalls Räuber- und Hexenverfolgung und erzählt spektakuläre Kriminalfälle. Der Besuch ist auch für Kinder geeignet.

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Doppelbrücke südwestliche vom Stadtkern Rothenburgs

Doppelbrücke im Taubertal: Ein architektonisches Meisterwerk

Südwestlich der Altstadt führt eine alte Brücke über die Tauber. Der markante Bau aus Muschelkalkmauerwerk mit zwei aufeinandergesetzten Bogenreihen wird Doppelbrücke genannt. Vermutlich wurde der Originalbau um 1330 errichtet. Die Brücke war Teil der Handelsstraße von Augsburg nach Würzburg und verhalf als Zollbrücke im Mittelalter Rothenburg ob der Tauber zu Reichtum.

1945 sprengte die deutsche Wehrmacht die Brücke. Sie wurde nach dem Krieg wieder aufgebaut. Die Rekonstruktion war 1956 nach gut einem Jahr Bauzeit abgeschlossen. Von der Brücke hat man eine einzigartige Sicht auf die Stadtsilhouette von Rothenburg ob der Tauber. Über die Brücke verläuft heute der Rothenburger Taubertalweg mit Fahrbahn und Gehweg.
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Gedenkstrein am Weißen Turm in Rothenburg

Jüdisches Erbe in Rothenburg: Geschichte und Kultur entdecken

Die Geschichte der jüdischen Gemeinde von Rothenburg ob der Tauber wechselt, wie in so vielen anderen bayerischen Städten, zwischen Duldung und gnadenloser Verfolgung. Zunächst erlebte die Gemeinde im Mittelalter eine Blütezeit, der Talmud-Experte Rabbi Meir ben Baruch von Rothenburg ob der Tauber genoss europaweites Ansehen.

Dann die Katastrophen: Beim Rintfleisch-Pogrom 1298 wurden viele Mitglieder ermordet. Nach Wiederansiedlung traf die Gemeinde im Pestjahr 1349 erneut ein Pogrom. 1520 erfolgte die endgültige Vertreibung, bis ab 1870 wieder jüdische Familien sich ansiedelten. 1938 schließlich wurden alle jüdischen Bürger vertrieben. Eine Vielzahl von Spuren und Zeugnissen der jüdischen Geschichte sind in Rothenburg ob der Tauber erhalten geblieben.

Vorschlag für einen 60-minütigen Rundgang: Kapellenplatz, Weißer Turm, Judengasse und Klosterhof. Auch wurden in der Altstadt 12 Stolpersteine verlegt, die an jüdische NS-Opfer erinnern. Geführte Touren bietet die Evangelische Kirchengemeinde St. Jakob an, individuelle Erkundungen auch mit QR-Code-Infos unter judengemeinde.de. Und im Rothenburg Museum gibt es eine Judaica-Abteilung.
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Rothenburger Schneeballen

Schneeballen: Rothenburgs süße Spezialität

Die Rothenburger Schneeballen sind ein traditionelles Mürbgebäck. Man kennt es im östlichen Franken seit etwa 300 Jahren. Bei der Herstellung wird der Teig in Streifen geschnitten und mit einem speziellen Werkzeug zu einem Ballen geknetet und mit Puderzucker bestäubt. Die Schneeballen gibt es in zahlreichen Variationen und mit unterschiedlichen Füllungen. Ihr Durchmesser beträgt acht bis zehn Zentimeter.
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Karussell auf dem Reiterlesmarkt in Rothenburg ob der Tauber

Reiterlesmarkt: Der traditionelle Weihnachtsmarkt in Rothenburg

Festlich geschmückte mittelalterliche Gassen machen den Reiterlesmarkt in Rothenburg o. d. Tauber zum Erlebnis. Kulinarisches und weißer Glühwein erwarten die Gäste am Marktplatz, Kirchplatz und am Grünen Markt. Kunsthandwerker bieten ihre Erzeugnisse an. Höhepunkte sind die Auftritte des „Rothenburger Reiterle“, einer mythischen Gestalt aus vorchristlicher Zeit.
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Rothenburg ob der Tauber: Vogelperspektive

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