Gravelbiken im Naturpark Haßberge
8 Touren-Tipps für Gravelbiker

Gravelbikes sind Allrounder mit Rennlenker, breiten Reifen, stabilen Rahmen. Sie kombinieren Sportlichkeit mit Komfort. Mit ihnen dreht man Asphaltrunden und düst über Forst- und Feldwege. Hier kommen einfache bis mittelschwere Tourentipps für Einsteiger

Lesezeit: 10 Minuten

8 Gravelbike-Touren in Bayern für Einsteiger

Gravelbiken im Naturpark Haßberge

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Burgen, Bier & Biken: Ritterliche Haßberge

Burgen, Bier & Biken: Ritterliche Haßberge

Der Weg zurück in die Vergangenheit ist knackig: Über gut 1.100 Höhenmeter und auf 70 Kilometern Strecke führt die Tour zu insgesamt neun Schlössern, Burgruinen und Burgställen. Letzteres sind lediglich Standorte ehemaliger Burgen, ganz ohne Mauerreste.

Die Rundfahrt startet man am besten auf dem Markplatz des Fachwerkstädtchens Hofheim. Zunächst geht‘s in südöstlicher Richtung nach Königsberg und steil hinauf auf den Rücken der Haßberge zu den Burgruinen Bramberg und Raueneck. Schloss Eyrichshof, die nächste Station, ist eine prächtige Renaissance-Barock-Anlage. Sie wird heute noch bewohnt.

Der nächste Anstieg macht bekannt mit der Burgruine Rotenhahn, eine der wenigen echten Felsenburgen Deutschlands! Nun vorbei an den Burgställen Gutenfels und Teufelsstein und hin zu den Ruinen Lichtenstein und Altenstein, letztere mit dem Burgeninformationszentrum „Deutscher Burgenwinkel“. Anschließend rollt man durch sanft-hügelige Landschaft, passiert die Schlösser Pfaffendorf, Leuzendorf und Bugrpreppach, durchquert die Manauer Senke, überwindet den Hauptkamm der Haßberge und erreicht wieder Hofheim. Dort warten schon ungeduldig fränkische Köstlichkeiten und ein frisches Bier heimischer Provenienz auf die Biker!

Gravelbiken im Naturpark Haßberge

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Vom Craft-Bier zum Frankenwein: Steigerwald

Der Steigerwald ist ein Mittelgebirge in Franken, es erstreckt sich südlich des Mains zwischen Schweinfurt und Bamberg. Die mittelschwere Rundtour „5-Sterne-Gravel“ beginnen Biker, die mit dem Zug anreisen, in Ebelsbach/Eltmann und starten am besten in westlicher Richtung.

„5 Sterne“ nennen sich fünf Ferienorte Eltmann, Knetzgau, Oberaurach, Rauhenebrach und Sand am Main. Die fünf Sterne stehen auch für Wald, Wiesen, Wasser, Wein und Wandern. Meist radelt man abseits vom Straßenverkehr, auf asphaltierten Straßen oder geschotterten Forstwegen.

Entlang der landschaftlich reizvollen Tour stoßen die Graveller auf zahlreiche Sehenswürdigkeiten, etwa das Schloss Oberschwappach in Knetzgau mit einem Museum für barocke Kunst, Skulpturengarten und Barfußweg. Unterwegs können sich die Radler mit fränkischen Schmankerln, süffigem Craft-Bier, wie dem des Brauereigasthofs „Bayer“ in Theinheim, und gutem Frankenwein stärken.

Das Abt-Degen-Weintal – so der Name des Weinanbaugebiets – mit seinen wärmespeichernden Keuperböden ist bekannt für Silvaner-, aber auch gehaltvolle Rotweine.

Die Drei-Seen-Tour pasiert Highlights wie Burghausen und Altötting

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Graveln und Baden: Drei-Seen-Tour an Inn und Salzach

Das Radwegenetz der Region Inn-Salzach mit ihren Highlights Burghausen und Altötting umfasst 1.500 Kilometer und 24 Thementouren – ein schönes Revier für Gravelbiker, in dem Schotterpisten auf Asphaltstrecken treffen.

Die Routen bieten Spaß für Einsteiger wie Experten. Die „Drei-Seen-Tour“ beispielsweise, ausgeschildert und mit Routen-Signets markiert, ist ideal für einen schönen Sommertag. Nicht vergessen dabei: Badesachen ins Gepäck!

Start ist in Neuötting. Doch bereits nach zehn Kilometern animiert in Perach der erste Badesee zu einer Erfrischungspause. Weiter ostwärts und dem Inn entlang geht es weiter. Bald trifft man auf den Marktler Badesee. Von dort führt die Route südlich zum Europareservat „Unterer Inn“, Lebensraum für 300 Vogel- und 800 Schmetterlingsarten.

Nahe der Burghauser Altstadt, am Fuße der Burg, lädt schließlich der Wöhrsee zum Bad oder zu einer Bootsfahrt ein. Zum Ausgangspunkt gravelt man zurück über Mehring und Emmerting, wo jeweils Naturlehrpfade eine kleine Spaziertour lohnen. Alle Badeseen bieten Liegewiesen, Umkleidekabinen und Kioske.

  • Tourlänge: 55 Kilometer
  • Anstieg: 300 Höhenmeter
  • Mit der Bahn erreichbar
    Mehr Infos: inn-salzach.com
Wasserradlwege Oberbayern

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Voralpen-Flair: Von Holzkirchen zum Tegernsee

Die Wasserradlwege sind eine rund 1.200 Kilometer lange Radroute, die sich in drei großen Schleifen durch Oberbayern zieht. Dreh- und Angelpunkt ist München. Stets begleitet Wasser die Strecken, regionale Besonderheiten mit „Erlebnis-Stopps“ charakterisieren sie: Im Norden stehen Hopfen und Bier im Fokus, im Südosten das Salz und im Südwesten Kunst und Kultur.

Eine schöne Genusstour ist die Rundtour auf der Kunst-Schleife von Holzkirchen zum Tegernsee und zurück. Sie beginnt in Holzkirchen, das gut mit der Bahn erreichbar ist. Man folgt den Beschilderungen im sanften Auf und Ab durch die Voralpenlandschaft, vorbei an hübschen Kirchen und Kapellen, darunter der kleinen Landkirche St. Ulrich kurz hinter Holzkirchen, und ein Stück die Mangfall entlang.

Nach 20 Kilometern ist man in Gmund am Nordufer des Tegernsees – Zeit für eine Brotzeit und ein Bad im See. Der Rückweg führt 200 Höhenmeter hinauf auf den Steinberg, gefolgt von einer flotten Abfahrt. Kurz hinter Sachsenkam gibt’s Kunstgenuss im Kloster Reutberg und kulinarische Freuden im Klosterbräustüberl. Noch zehn Kilometer, entlang von Wiesen und Weiden, und man ist wieder in Holzkirchen.

Zwischen Sonthofen und Oberstdorf eingerahmt von beeindruckender Bergkulisse mit Rubihorn, Entschenkopf und Nebelhorn

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Coole Dörferrunde: Zwischen Sonthofen und Oberstdorf

Die mittelschwere „Gravelbike Tour Dörferrunde“ im Oberallgäu ist ein Mix aus Schotterwegen und Asphaltstraßen. Die Ausblicke in die Allgäuer Bergwelt macht sie attraktiv. Die Tour beginnt in Fischen, auf halber Strecke zwischen Sonthofen und Oberstdorf.

Südlich von Fischen gelangt man in den kleinen Ort Reichenbach, eingerahmt von den Bergen Rubihorn, Entschenkopf und Nebelhorn; nach vier weiteren Kilometern ist der berühmte Wintersportort Oberstdorf erreicht.

Weiter westlich, in Kornau, biegt die Route nach Norden ab, überquert die Breitach, einen Quellfluss der Iller, und zieht weiter am östlichen Rand des Naturparks Nagelfluhkette mit seinen Gipfeln. Man passiert die Hörnerdörfer Obermaiselstein, Bolsterlang und Ofterschwang, umrundet Sonthofen, überquert die Ostrach und fährt über Altstädten zurück nach Fischen. Man kann auch an einem anderen Ort starten und die Route nach Belieben verlängern oder verkürzen.

Von Wertach nach Pfronten: Durch Gipfelwelten und auf Schotter an der Wertach entlang

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Gipfelwelten: Von Wertach nach Pfronten

Die Tour ist Teil der Radrunde Allgäu und führt durch die Welt der Gipfel. Doch es sind keine Bergtrails zu bewältigen. Vielmehr verläuft die Strecke mal hügelig, mal eben zwischen den Bergen hindurch.

Nach Start in Wertach geht‘s auf Schotter den Fluss Wertach entlang in Richtung Habsbichl und, zwischen Wertacher Hörnle und Sorgschrofen, auf Asphalt weiter nach Unterjoch. Durch grüne Wiesen radelt man ins Tannheimer Tal in Österreich. Immer wieder fällt der Blick auf die Gipfel ringsum.

Über Schattwald und auf dem Radweg Tannheimer Tal ist Tannheim erreicht, Hauptort des Tals. Weiter Richtung Grän und zurück nach Bayern durch Wälder und die kleinen Schluchten des Flüsschens Steinacher Achen – abwechslungsreich und schön. Noch einmal erlebt man die urwüchsige Natur der Gipfelwelten, bevor man nach Pfronten gelangt. Nun entweder weiter auf der Radrunde Allgäu in Richtung Füssen oder mit Bahn und Bus zurück nach Wertach.

Mit dem Gravelbike durch die Natur Bayerns

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Hirschwald-Runde: Fünf-Flüsse-Radweg

Der Fünf-Flüsse-Radweg verbindet die Täler von Donau, Altmühl, Pegnitz, Vils (Oberpfalz) und Naab. Eine ausgeschilderte Tagesetappe in diesem Wegenetz umrundet den Hirschwald, einen Naturpark im Landkreis Amberg-Sulzbach und eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Bayerns.

Man startet am Landesgartenschau-Gelände in Amberg, das gut per Bahn zu erreichen ist. Auf einer ehemaligen Bahntrasse rollt man das Tal der Vils abwärts nach Schmidmühlen. Unterwegs lohnt sich ein Stopp am Hammerschloss in Theuern mit dem Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern sowie beim Asam-Kloster in Ensdorf.

In Schmidmühlen biegt die Strecke ab nach Westen und verläuft durch das romantische Lauterachtal mit seinen Wacholderheiden, verträumten Ortschaften und alten Kirchen. In Kastl kann man die romanische Klosterburg, gegründet in karolingischer Zeit, besichtigen, ehe es auf dem Schweppermannradweg in Richtung Amberg weitergeht. Auch hier fährt man ein gutes Stück verkehrsfrei auf einer alten Bahntrasse.

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Sportlich: Auf und ab im Bayerischen Wald

Der Ort Frauenau liegt am Fuß des Rachel (1.452 Meter) nahe dem Nationalpark Bayerischer Wald. Die waldreiche Region ist ein erlebnisreiches Revier für Radler. Die mittelschwere Tour „Rund um Frauenau Nr. 5“ führt zu etwa zwei Dritteln über Forstwege und startet am Glasmuseum.

Man durchfährt Frauenau in Richtung Zwiesel und biegt nach Oberfrauenau ab. Nach dem Anstieg zur Dammkrone der Trinkwassertalsperre – mit schöner Aussicht! – folgt man der Abfahrt Richtung Pochermühle.

Vor Pochermühle geht‘s scharf nach links und wieder zurück in Richtung Frauenau. Es folgt eine Trailpassage über den Pommersbach. In Frauenau auf den Radweg nach Zwiesel abzweigen und weiter nach Flanitz.

Nun wird’s sportlich: Ein zehn Kilometer langer Anstieg über 300 Höhenmeter führt durch Mischwald in Richtung Klingenbrunn. Schön rasten kann man am Griesbacher Taferlbaum, einer Wegkreuzung mit Sitzbank. Bevor der Anstieg geschafft ist, können Konditionsstarke zusätzlich noch den Wagensonnenriegel erklimmen.

Von dem Felsriegel in knapp 1.000 Meter Höhe blickt man herrlich über den Mittleren Bayerischen Wald. Nun rollt das Gravelbike hinab bis Klingenbrunn und von dort den Flanitz-Bach entlang und zurück nach Frauenau.

  • Tourlänge: 43 Kilometer
  • Anstieg: 611 Höhenmeter (ohne Wagensonnenriegel)
  • Mit der Bahn erreichbar
    Mehr Infos: Arberland
Die Gravelbike-Tour führt durch die fränkischen Haßberge: Reizvolles Hügelland zwischen Schweinfurt und Bamberg

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