Die Wildnispädagogin erklärt Tierspuren
Bayern-Insider | Tatjana Falk

Winter-Survival

Tatjana Falk zeigt den Teilnehmern ihrer Kurse, wie man Schneehöhlen oder Schneeschuhe baut und Tierspuren liest. Das haben wir uns im Starnberger Land genauer angesehen

Wildnispädagogin Tatjana Falk

Der Wald ist Tatjana Falks zweites Zuhause. Dort fühlt sie sich geborgen, kennt sich aus und ist glücklich. Genau dieses Gefühl gibt sie zusammen mit ihrem Mann Momme Torsten Falk in ihrer Natur- und Wildnisschule Waapiti an Kursteilnehmer weiter.

Es ist kalt, nass und ein bisschen rutschig. Das Wetter macht den kleinen und großen Teilnehmern des Winter-Survival-Trainings jedoch nichts aus. Sie sind viel zu beschäftigt damit, eine lange Spur zu verfolgen. Diese führt durch die verschneite Landschaft in der Nähe von Starnberg in Richtung Wald. Es sind eindeutig die Pfotenabdrücke eines Tiers. Wahrscheinlich ein Fuchs auf Beutezug. Im Schnee sind die Abdrücke von Pfoten- und Huftieren besonders gut zu erkennen.

Spuren lesen, Schneehöhle bauen

Es erfordert bestimmte Fähigkeiten und spezielles Wissen, um im Winter draußen im Wald länger unterwegs zu sein. Spuren lesen gehört dazu. Außerdem erfahren die Kursteilnehmer, mit welchen Gefahren sie in der kalten Jahreszeit rechnen müssen und wie sie sich vor diesen am besten schützen. Sie lernen, wie sie eine Schneehöhle bauen, im Winter ein lebensrettendes Feuer entfachen und welche Nahrung der Wald bietet. Um sich im Schnee besser bewegen zu können, stellen sie Schneeschuhe aus natürlichen Materialien her.

Tatjana und Momme Torsten Falk bringen ihren Kursteilnehmern alles bei, damit diese sich draußen sicher fühlen. Sie helfen ihnen, in der Kälte über ihre Grenzen zu gehen und ihre Komfortzone zu verlassen. „Die Teilnehmer lernen, welche Skills ihnen draußen im Winter das Leben retten und welche Tiere sich gerade im Wald um sie herum befinden. Das ist für unsere Gäste immer extrem spannend“, weiß die Wildnispädagogin.

Winter Survival: Die Faszination für die Natur weitervermitteln

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Zurück in die Wildnis, zurück zum Glück

Bereits als Kind ist Tatjana Falk von der Natur fasziniert. Schon damals verbringt sie viel Zeit im Wald, sammelt Blumen und hilft ihrer Großmutter im Garten. „Ich mache heute genau das, was ich mit sechs Jahren gemacht habe. Ich war gern im Wald unterwegs – jetzt bin ich immer noch gern im Wald.

Früher wollte ich Schreinerin werden, nun baue ich Bögen aus Holz und flechte Körbe“, sagt die Wildnispädagogin mit leuchtenden Augen. Etwa 20 Jahre arbeitet sie in einem Büro. Doch sie merkt, dass ihr diese Arbeit nicht guttut. „Über die Wildnispädagogik-Weiterbildung bin ich im Wald gelandet … und glücklich. Ein anderes berufliches Leben kann ich mir nicht mehr vorstellen.“

Die Übernachtung im Wigwam gehört zum Winter-Survival-Training

Die Übernachtung im Wigwam gehört zum Winter-Survival-Training

Das Werkzeug für den Survival-Kurs

Das Werkzeug für den Survival-Kurs

Winter-Survival, Bogenbau, Pilzseminare und Korbflechten: Die Wildnispädagogin und ihr Mann bieten unterschiedliche Kurse für Kinder und Erwachsene an. Dazu besuchen sie selbst zahlreiche Seminare und Weiterbildungen. Doch am meisten lernen die beiden direkt im Wald, indem sie Tiere und Pflanzen genau beobachten.

„Dieses Wissen kann  kein Buch vermitteln, das muss man selbst  erleben“

„Dieses Wissen kann mir kein Buch vermitteln, das muss ich selbst vor Ort erleben“, da ist sich Tatjana Falk sicher. Nur so nehmen sie und auch ihre Kursteilnehmer den Wald mit allen Sinnen wahr.

Sie riechen die Bäume und die Erde, hören die Rufe der Vögel und das Rascheln der Büsche, in die sich Rehe und Hirsche zurückgezogen haben. Sie spüren die frische Luft und merken, wie nach und nach eine innere Ruhe und Zufriedenheit einkehrt. „Wenn ich mich mit der äußeren Natur beschäftige, befasse ich mich auch mit meiner inneren Natur“, erklärt die Wildnispädagogin.

Es rühre sie, wenn sich ihre Gäste wieder der Natur nähern, sie ihre Herzen öffnen und ihnen die Tränen über das Gesicht laufen. „Es ist schön, die Menschen auf ihrem Weg zurück zur Natur begleiten zu dürfen.“ Zum Abschluss wollen wir an diesem Wintertag wissen, wie für sie ein perfekter Sommertag sei …

Am Starnberger See relaxt die Wildnispädagogin besonders gern

Am Starnberger See relaxt die Wildnispädagogin besonders gern

Der perfekte Sommertag?

„Bei schönem Wetter gehört ein Ausflug an den Maisinger See dazu, am besten in Kombination mit dem Maisinger Bach und der Maisinger Schlucht. Am liebsten mache ich eine Wanderung von Starnberg durch die Maisinger Schlucht bis zum Biergarten am See. Der sechs Kilometer lange Weg führt am Bach entlang und verläuft die ganze Zeit im Schatten. Die sehr schöne Tour ist auch für Kinder super geeignet.

Der Bach und die Schlucht sind für die Kleinen ein großer Abenteuerspielplatz. Kinder können gut am Ufer des Bachs spielen, denn es gibt keine starke Strömung, aber immer wieder Kies- und Sandbänke, auf denen die Kleinen mit den Steinen und Sand spielen, Burgen oder Bötchen aus Ästen, Rinde und Blättern bauen können. Zudem entdecken Kinder dort Fische, Frösche oder Libellen. Und natürlich lieben es die meisten Kinder, einfach im Wasser zu plantschen und barfüßig im Gewässer zu waten.

Spielerisch führt sie Kinder an Naturthemen heran

Spielerisch führt sie Kinder an Naturthemen heran

Spaß mit dem SUP auf dem Maisinger See

Spaß mit dem SUP auf dem Maisinger See

Die Durchquerung der Maisinger Schlucht dauert eine Stunde. Am Maisinger See bietet sich noch eine kleine Runde um den See an. Die dauert noch einmal eineinhalb Stunden. Nach diesem schönen Spaziergang kehren wir gern in den Biergarten direkt am See ein. Dort schmeckt es wirklich gut!

Der Maisinger See eignet sich wunderbar zum Schwimmen! Um den See herum gibt es Treppen oder Stege, sodass ihr auch mit Kindern leicht ins Wasser kommt. Egal, ob einfach nur Schwimmen oder mit dem Wasserball und auf einem SUP-Board in den See – es ist ein großer Spaß und eine verdiente Abkühlung für Groß und Klein. So sieht mein perfekter Sommertag aus!

Mehr zu Tatjanas Wildnisschule Waapiti unter waapiti.com und zum Maisinger See unter starnbergersee.de

Tatjana mag die wilden Stellen der Isar

2 Tipps

... von Tatjana

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Ich bin gerne an den wilderen Stellen der Isar. Wenn ihr den Fluss etwas entlanggeht, findet ihr noch solche Plätze. Ich genieße es, im Wasser zu sein. Das ist noch mal ein ganz anderes Gefühl als im Wald.

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baysf.de

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