Gackernde Zuschauer beim Abschlag
Landpartie mit Alpenblick

Zwei Platzrunden im Berchtesgadener Land und Chiemgau zeigen: Auf bayerischen Golfplätzen ist die Idylle perfekt! Zwischen Bergen, Zwiebeltürmen und gackernden Zuschauern kommen beim Abschlag Könner auf ihre Kosten und Einsteiger richtig auf den Geschmack. Text und Fotos: Dietmar Denger

Lesezeit: 10 Minuten

Tee-Time in Bayern

SPONSORED STORY  Auf dem Weg zur ersten Bahn nimmt Stefan Wieninger an diesem Morgen die Abkürzung vorbei an den historischen Bauernhöfen von Weng. Das Clubhaus des Golfclubs Berchtesgadener Land, integriert ins Hotel „Wenger Hof“, liegt mittendrin in dem traumhaft gelegenen Weiler der Gemeinde Ainring.

Die sanften Wiesenhänge drum herum, auf denen Kühe zufrieden ihr Frühstück mampfen, die weißen Kirchtürme, die über Wäldern und Weiden hervorspitzen, und auch die Alpengipfel im Süden sind natürlich nicht mehr Teil des Golfplatzes. Auf die Idee könnte man aber durchaus kommen. Schließlich fügen sich die Grüns hier wie selbstverständlich ein in die oberbayerische Bilderbuch-Landschaft, die aussieht wie eine sorgsam gepflegte Anlage in XXL.

Beim Abschlag kann man wahlweise die Lochfahne oder den markanten Untersberg bei Salzburg ins Visier nehmen. Die Grenze nach Österreich ist nur ein paar Kilometer entfernt!

Stefan Wieninger beim Abschlag im Golfclub Berchtesgadener Land

Um die Landschaft zu genießen, dafür hat Wieninger heute Morgen keine Zeit. Als Chef der gleichnamigen Brauerei im nahen Teisendorf ist der Zeitplan oft unnachgiebig. Für eine schnelle Runde reicht es aber, auch wenn man für den weitläufigen 18-Loch-Kurs mindestens vier Stunden einplanen sollte.

Der Blick reicht bis zur Festung Hohensalzburg

Nach Weng kommt der begeisterte Golfer immer gern und schwärmt: „Die Anlage ist sehr gepflegt, fast das ganze Jahr hindurch bespielbar und jedes Grün hat ein ganz spezielles Layout!“ In der Tat machen ein üppiger Baumbestand, kleine Wälder, Fairways mit Bachläufen, Teichen – mit wunderschönem Inselgrün – und fast vierzig gepflegte Bunker die Anlage spannend. Und der Blick reicht bis zur Festung Hohensalzburg.

„Eine Abendrunde bei schönem Wetter ist ideal zum Runterkommen. Vor allem das Panorama macht dabei immer wieder den Reiz aus.“ Wieninger kommt aus einer golfbegeisterten Familie. Das übertrug sich schnell. „Mein erstes Handicap hatte ich bereits mit acht Jahren. Zur damaligen Zeit gab es in unserer Region allerdings nur den 9-Loch-Platz in Berchtesgaden und in Prien am Chiemsee.“

Anspruchsvolle Wasserhindernisse für Könner

Golfen in Bayern – 200 Plätze

Dagegen ist die Auswahl heute riesig. 200 Golfanlagen sind über ganz Bayern verteilt. Ein Unterschied: Mal gibt’s zum Ausklang der Golfrunde oberbayerisches Bier, mal fränkischen Wein. Charakter und sportliche Herausforderungen der Plätze sind dabei höchst unterschiedlich.

Der von Weng beispielsweise ist nicht ohne. Als Golfneuling muss man schon mal Enttäuschungen ertragen. An Bahn 1 geht es gleich bergab und immer geradeaus. Das nächste Loch des Platzes ist mit 504 Metern ein guter Auftakt und, sofern mit einem langen Schlag die Fairways-Mitte getroffen wird, gut zu meistern.

Aufregend ist Loch 7, ein schwieriges Loch, mit enger Waldschneise und Wasserfall hinter dem Grün. Und genial ist Bahn 11 mit 135 Metern und einem zauberhaften Blick hinunter auf das Inselgrün. 

Der Weg zur Platzreife

Wer Golf ausprobieren möchte, kann das bei einem Schnupper- oder Einsteigerkurs in einem Golfclub in der Nähe machen, erklärt Tobias Hennecke vom Bayerischen Golfverband. „Die weiteren Kursangebote zur Platzreife des Deutschen Golfverbands erstrecken sich von günstigen Crash-Kursen bis hin zu intensiven Gruppen- oder Einzelkursen.“

„Zum Start nötig sind lediglich Sportschuhe und bequeme Kleidung“

Die Platzreife ist eine Art Führerschein für den Golfplatz, der ein Mindestmaß an golferischen Fähigkeiten sowie Grundkenntnisse der Regeln und der Etikette bescheinigt. Die Kosten halten sich am Anfang aber in Grenzen, denn: „Zum Start nötig sind lediglich Sportschuhe und bequeme Kleidung“, so Hennecke. Der Rest kann in den meisten Golfanlagen ausgeliehen werden.

Ebenfalls bieten die Golfanlagen verschiedene Mitgliedschaftsmodelle an. Die Kosten-Range erstreckt sich von günstigen Jugend-Mitgliedschaften (ca. 150 Euro pro Jahr) über Studenten- und Berufseinsteigerangebote (zwischen 50 bis 100 Euro pro Monat) bis hin zur Vollmitgliedschaft, bei der die Jahresgebühren stark variieren können. Informieren Sie sich am besten bei einem Golfclub in Ihrer Nähe über die dort geltenden Angebote der Mitgliedschaft.

Golfclub Ruhpolding – Hühner beim Abschlag

Wer dem Sport schnell verfallen will: Auch im Golfclub Ruhpolding ist die Chance dafür immens groß! Der Platz ist umgeben von Bergen, Wald, Bauernhöfen und der Gemeindekirche. Beim Abschlag schauen hier schon mal die Hühner vorbei. Oder aktive und ehemalige Spitzensportler, die im Club Mitglied sind. So wie der Präsident selbst: Herbert Fritzenwenger ist Ex-Biathlet und Olympiateilnehmer.

Dass der seit 2003 amtierende Chef sportliche Herausforderungen liebt, hat er beim Ausbau des Platzes gezeigt. Aus der 9-Loch-Anlage wurde vier Jahre nach Beginn seiner Amtszeit ein 18-Loch-Platz auf 100 Hektar. Clubeigene Apfelbäume sind die Basis für selbst gepressten Saft, auch zahlreiche Bienenvölker findet man auf der Anlage. Apfelsaft und Honig werden im Pro-Shop verkauft.

Auf den Bahnen gibt es Weiher, Bäche, Wasserhindernisse und anspruchsvolle Schräglagen, die nicht ganz einfach zu spielen sind. Bahn 4 ist das schwierigste Loch auf dem Platz: Hier warten nach langem Drive links und rechts bedrohliche Fairway-Bunker. Spielt man nicht präzise, muss man über einen Bach und ein hohes Rough abkürzen.

Golfclub Ruhpolding: 18-Loch-Platz auf 100 Hektar
Jetzt noch mal tief durchatmen

Am Rand der Anlage ist gerade eine weitere, kleine Golfwelt entstanden. Wobei Fritzenwenger den Begriff Minigolf vermeiden will, weil die Bahnen viel größer sind. Und auch schöner: Auf den fantasievollen Kunstrasen-Greens, die bis zu 30 Meter lang sind, müssen Kühe und Milchkannen umspielt oder die Bälle durch Bierfässer bugsiert werden.

Jede Bahn ist einer alpenländischen Themenwelt gewidmet. Das macht so großen Spaß, dass man hinterher gleich beim großen Nachbarn auf echtem Gras weiterspielen will. Nachwuchssorgen muss sich der Golfclub Ruhpolding in Zukunft wohl kaum machen!

Mehr Infos unter: golf-in-bayern.de

Video zum Golfen in Bayern

Zu Besuch beim Golfclub Berchtesgadener Land und dem Golfclub Ruhpolding

360°-Panoramabild

Rundumblick auf dem Green des Golfclubs Berchtesgadener Land

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