Sightsleeping | Hotel Fuchsbräu

Mit Herz und Geschichte

Seit fünf Generationen ist der „Fuchsbräu“ in Familienbesitz und hat sich zu einem stilvollen Vier-Sterne-Boutiquehotel für Geschäfts- und Urlaubsreisende entwickelt. Die Lage im idyllischen Altmühltal in der geografischen Mitte Bayerns überzeugt nicht nur die Stammgäste

Hotel Fuchsbräu

Der Biergarten unter einer knorrigen Eiche ist das Herzstück des „Fuchsbräu“ im historischen Zentrum von Beilngries. Hier sitzt man beieinander lässt sich ein Schäufele oder hausgemachte vegetarische Bratlinge schmecken und genießt als Hotelgast bei schönem Wetter das Frühstück im Freien.

Auch Radfahrer, die im Altmühltal unterwegs sind, machen hier gerne Station. Die Chancen stehen gut, dass sie auf Gleichgesinnte treffen: Gastgeberin Denise Amrhein und ihr Mann Christian sind begeisterte Triathleten.

Das Altmühltal vor der Tür

Der schlanke, rote Fuchs des Hotel-Logos ziert auch manches Trikot der Teilnehmer beim Bühler-Beilngries-Triathlon im August – der „Fuchsbräu“ sponsert die Veranstaltung. Ganz so sportlich muss man aber nicht unterwegs sein, um eine gute Zeit in dem 10.000-Einwohner-Städtchen zu verbringen.

„Gerade für gemütliche Radtouren ist das Altmühltal ja bekannt“, sagt Denise Amrhein, „wobei viele nun auch mit dem E-Bike unterwegs sind.“ Im Sommer bieten sich Kanutouren auf der gemächlich dahinfließenden Altmühl an, und rund ums Jahr kann man im Dinosaurier Museum Altmühltal echte Dino-Skelette bestaunen.

Denise Amrhein empfiehlt auch eine kleine Wanderung zur Benediktinerabtei Plankstetten: „Ganz entzückend ist der Hofladen des Klosters, da gibt es alles in Bioqualität.“

In der Küche legt die „Fuchsbräu“-Chefin ebenfalls viel Wert auf regionale, ökologisch verträgliche Produkte, vom Fisch aus der nahen Forellenzucht in Biberbach bis zum Juradistl-Rind aus der benachbarten Oberpfalz.

Besonders stolz ist Denise Amrhein auf die Auszeichnung mit dem Genussführer-Siegel der Organisation Slow Food, die Restaurants mit dem Fokus auf Regionalität, Nachhaltigkeit und echte Gastfreundschaft testet.

In der Küche legt die Chefin viel Wert auf regionale 
Produkte

Erst Bier, Dann Betten

Noch zu Zeiten ihrer Großmutter Theresia Fuchs war der „Fuchsbräu“ wirklich eine Brauerei, bis der Vater 1973 vollends von Bier auf Betten umsattelte. „Zuerst hatten wir Fremdenzimmer“, erinnert sie sich lachend, „das hieß damals wirklich so. Inklusive Etagentoilette!“ Bereits in den Achtziger- und Neunziger-Jahren wurde das Hotel allerdings stark erweitert, modernisiert und auf den florierenden Seminarbetrieb ausgerichtet.

Die heute leidenschaftliche Gastgeberin Denise Amrhein zog es aber zunächst nach München: „Mit 19 hatte ich den starken Drang in die Großstadt, habe Betriebswirtschaft studiert, promoviert und als Unternehmensberaterin gearbeitet.“ Dauernd war sie unterwegs. Doch als ihr Vater mit 60 Jahren die Nachfolge regeln wollte und sich das erste Kind ankündigte, kehrte sie mit ihrem Mann nach Beilngries zurück.

Kein Zimmer wie das andere

„Das war 2002 und der Vater sagte ganz klar: ,Ich will hier nicht irgendwann in Filzpantoffeln durch den Betrieb schlurfen‘.“ Die Familie Amrhein stieg ein. Und baute aus. 2011 konnte sie das benachbarte, denkmalgeschützte Kaiserbeck-Haus aus dem 16. Jahrhundert erwerben und aufwendig sanieren. Neben einigen Zimmern und Suiten beherbergt es drei elegante Banketträume und die chillige Kaiserbeck-Bar.

Mittlerweile besteht der „Fuchsbräu“ aus sechs Gebäuden, die meisten davon nahezu unmerklich durch ein zentrales Treppenhaus im früheren Innenhof miteinander verbunden. Ein einzeln stehendes Gebäude fungiert als Seminarhaus mit Tagungsräumen. Im Hoteltrakt hat man dagegen fast das Gefühl, in einem Privathaus zu sein.

Kein Zimmer ist wie das andere, obwohl fast alle schöne Holzböden besitzen und mit Elementen aus Filz und Bildern lokaler Künstler ausgestaltet sind. Ein knallfarbiges Möbelteil, etwa ein Sofa in Froschgrün, kontrastiert immer mit dem lässig-modernen Landhausstil.

Wenn die Böden knarzen

Ein Zimmer liegt der Chefin allerdings besonders am Herzen, allerdings keine der beiden großzügigen „Kaiserbeck-Suiten“ mit ihren wuchtigen, freigelegten Deckenbalken, auch nicht die neuen Räume mit Balkon und weiter Aussicht, sondern ein klassisches, schlicht-elegantes Doppelzimmer:

„Wenn ich durch die Nr. 7 gehe und den alten Holzboden knarzen höre, fühle ich mich dem Haus ganz stark verbunden.“ Kein Wunder: Hier ist Denise Amrhein aufgewachsen. In der Nr. 7 lag das Wohnzimmer der Familie, tappte die kleine Denise über das damals schon uralte Parkett.

Seither ist viel passiert in dem herzlich geführten Boutiquehotel, in dem die meisten Mitarbeiter mehr als zehn, manche schon rund 30 Jahre dabei sind. Der engagierte Küchenchef Sylvester Meyer, der in der Umgebung immer wieder regionale Produzenten aufspürt, hat hier bei der Arbeit auch seine Frau Cathleen kennengelernt. Der „Fuchsbräu“ verbindet eben …

Auf einen Blick

  • 69 Zimmer, 2 Suiten
  • Einstellmöglichkeit für Fahrräder
  • Kostenfreie Parkplätze
  • Als barrierefrei zertifiziert („Reisen für Alle“)
  • Finnische Sauna und Fitnessraum
  • DZ ab 115 Euro
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