Sightsleeping | Dorint Resort & Spa Bad Brückenau

Königliche Kulisse

Bayern-König Ludwig I. wusste schon, warum er jahrzehntelang in diesem prächtigen Bau seine Sommer verbrachte. Heute wandeln die Gäste im noblen Parkhotel, im Schlosspark und im Slow-Food-Restaurant „Ludwig’s“ auf seinen Spuren

Dorint Resort & Spa Bad Brückenau

Es ist die freundschaftliche, familiäre Atmosphäre im „Dorint Resort & Spa“, die René Schüßler im Jahr 2011 veranlasste, an seine frühere Ausbildungsstätte zurückzukehren. „So ein fröhliches und immer motiviertes Team findet man selten“, so der Küchenchef, der 2004 seinen Werdegang in Bad Brückenau begann. Nach mehreren Stationen in Deutschland, unter anderem im eleganten „Hotel Vier Jahreszeiten“ in München, ist er sich jetzt sicher: „Hier bleibe ich“.

Weil der bisherige Hoteldirektor ein neues Dorint-Hotel in Bad Vilbel übernahm, schlüpfte Schüssler zwischenzeitlich auch in die Rolle des Gastgebers: „Das klappt gut, eben weil wir so eingespielt sind und weil ich auch aus der Küche heraus immer gerne Kontakt zu den Gästen habe.“ Wann immer das Wetter es zulässt, radelt er die 15 Kilometer von seinem Heimat- und Wohnort Altengronau im Sinntal ins Hotel und zurück.  

Wellness, Yoga und Heilwasser

„Auch viele unserer Gäste erkunden die Umgebung gern mit dem Rad“, so Schüßler. Danach lockt der 2.800 Quadratmeter große Wellnessbereich „Vital Spa & Garden“ zur Entspannung. Angesichts der diversen Saunen nebst Panorama-Tauchbecken, einem überkuppelten Quellbad sowie einem Indoor- und einem Outdoor-Pool mit Wasserfall möchte mach einer gar nicht groß weg aus der Hotelanlage. Wer mag, kann sich auch jederzeit ein Glas mit Bad Brückenauer Heilwasser holen.

Das belebte schon Bayern-König Ludwig I., der in seiner 26-jährigen Regentschaft hier fast jeden Sommer verbachte – ab dem Jahr 1847 mit der skandalumwitterten Tänzerin Lola Montez an seiner Seite. Im historischen Parkhotel wandelt man auf den Spuren der beiden. Alle eleganten Zimmer und Suiten haben Blick ins Grüne, und der Kuppelsaal mit seinem riesigen Kronleuchter bildet eine geradezu königliche Kulisse für Hochzeitsfeiern. Im modernen Parkflügel des Vier-Sterne-Superior-Hotels weist rund die Häfte der Zimmer zum Schlosspark, die andere zum Wellnessbereich.

Blühender Schlosspark

Der barocke Schlosspark ist zu jeder Jahreszeit ein Traum, von den ersten Stiefmütterchen und Narzissen über die bunten, duftenden Stauden und die Rosen des Sommers bis hin zu den Lilatönen der Herbstblüher. Und im Winter funkeln die Lichter in den knorrigen Bäumen. Ganz in der Nähe tummeln sich im Freigehege Hasen, Hühner, Vögel, Ziegen und die einheimischen Rhönschafe – mit ihrem hellen Schafskörper und dem schwarzen Kopf sehen sie besonders lustig aus.

 „Wer so wie ich gerne wandert, sollte auf die Wasserkuppe steigen, den mit 950 Metern höchsten Berg der Rhön“, empfiehlt Schüßler. Sein besonderer Tipp ist der flache Holzbohlenweg durch das Schwarze und Rote Moor: „Hier erfährt man, wie früher Torf abgebaut wurde, das wissen viele Leute ja gar nicht. Dabei erlebt man die Natur mit allen Sinnen. Selbst im Sommer riecht es leicht modrig und erdig, einfach wunderbar.“

Proviant für den Rucksack

Wir versuchen, fast alles von Produzenten aus der Region zu beziehen

Auch der neue Rhön-Expressweg auf einer alten Bahntrasse hat es ihm angetan: „Der ist einfach perfekt zum Radfahren und Inlineskaten, nur 100 Meter vom Hotel entfernt.“ Zwischendurch bietet sich ein Picknick im Park an – auf den zierlichen weißen Bänken oder in der wild wachsenden Blühwiese finden sich viele schöne Plätzchen. Gern stellt das Küchenteam einen gut gefüllten Picknickkorb zusammen mit Holzofenbrot, Biokäse und Rhöner Coppa, einem Schinken aus Bioschwein. Für die beliebten geführten Wanderungen gibt die Küchencrew den Gästen natürlich auch Proviant aus regionalen Köstlichkeiten für den Rucksack mit auf den Weg.

In der ländlichen Gegend rund um Bad Brückenau wird mittlerweile viel Bio-Landwirtschaft betrieben – ideal für die bio-zertifizierte und vom Slowfood-Genussführer ausgezeichnete Hotelküche. „Wir versuchen, fast alles von Produzenten aus der Region zu beziehen“, so René Schüßler. „Für meine Frau und mich ist das Frühstück definitiv die wichtigste Mahlzeit des Tages“ – auch die Gäste bedienen sich meist „Minimum eine Stunde“ am Frühstücksbüffet mit Frontcooking-Station.

Es gibt, was es gerade gibt

Im eleganten Restaurant „Ludwig’s“ ist die Karte selbstverständlich ebenfalls regional und saisonal ausgerichtet. „Es gibt halt, was es gerade gibt“, erklärt Schüßler das Konzept. Was es immer gibt, sind die perfekt gereiften Steaks der Bio-Landmetzgerei Kleinhenz. Man schmeckt es einfach, dass das „Rote Höhenvieh“ auf den Weiden von Demeter-Landwirt Ludwig Weber artgerecht und stressfrei aufwachsen durfte.

Meist finden sich auf dem Teller zudem Basilikum, Salbei, Petersilie oder Thymian aus dem großen Kräutergarten des Kurparks. Im Sommer macht das Küchenteam Kräuterlimonade daraus. „Die Idee dazu kam von den Kolleginnen vom Service, wir haben das zusammen entwickelt und variieren immer je nachdem, was gerade wächst“ – auch das ein Beispiel für den tollen Team-Spirit im Dorint Resort & Spa.

Auf einen Blick

  • 116 Zimmer und Suiten
  • Einstellmöglichkeit für Fahrräder
  • Fahrradverleih im Hotel (auch E-Bikes)
  • Kostenfreie Parkplätze
  • 2.800 qm großer Wellnessbereich mit diversen Saunen und Pools
  • DZ ab 110 Euro
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