Max arbeitete nach seiner Ausbildung drei Jahre als Braumeister in Italien
Die Biobier-Pioniere

Maximilian Krieger, Brauer in achter Generation, geht im Riedenburger Brauhaus neue Wege, um das Alte zu bewahren. Wir haben uns auf ein paar Glas Urgetreidebier mit ihm getroffen

Brauer Maximilian Krieger

Einzigartiges Craft-Bier auf Basis regionaler Bio-Zutaten ist Maximilian Krieger ein Herzensanliegen. Zusammen mit seinem Vater Michael leitet er das Riedenburger Brauhaus. Dort macht man die Dinge traditionell etwas anders als anderswo. Während der Vater Öko-Bier aus regionalen Zutaten einführte, setzt der Sohn auf Craft-Bier. Dafür bringt er sogar ein Stück New York in die Heimat.

Emmer und Einkorn statt Gerste

Schon seit den 80er-Jahren stellt Familie Krieger ihr Bier komplett ökologisch her. Dafür kooperieren die Bierbrauer in fünfter Generation mit Bio-Landwirten aus der Region. Familiär ist das Verhältnis zu den Bauern, man kennt und vertraut sich. Von ihnen bezieht Familie Krieger die traditionellen Getreidesorten Einkorn, Emmer und Dinkel.

Sie sind die Basis des Krieger‘schen Bio-Biers, denn im Riedenburger Brauhaus wird das Bier nicht aus Gerste und Weizen gebraut. „Das schmecken Sie sofort“, sagt Michael Krieger. „Emmer und Einkorn sind viel intensiver als Gerste. Das liegt am Eiweißgehalt. Der ist bei den alten Getreidesorten deutlich höher. Und Eiweiß ist ein wunderbarer Geschmacksträger.“

Von Brooklyn nach Niederbayern

Geschmack ist das Stichwort für Maximilian Krieger. Nach seiner Ausbildung zum Brauer und Mälzer arbeitet er knapp drei Jahre lang als Braumeister in Italien. Dort entwickelt er zusammen mit der Brooklyn Brewery aus New York neue Biersorten und lernt das Craft-Bier lieben.

Beim Gedanken an seine Zeit in Italien schüttelt Maximilian Krieger den Kopf und lacht: „Ein bayerischer Brauer entwickelt italienisches Bier für den US-Markt.“ Seine Craft-Bier-Erfahrungen nimmt Krieger mit zurück nach Deutschland und bringt damit frischen Wind in das Traditionsunternehmen seiner Eltern.

Wie schmeckt es denn, das Bier aus Urgetreide? Dem Emmer-Bier bescheinigen die Brauer, „malzig und nach getrockneten Früchten“ zu schmecken, das helle Ur-Bier wird als „kernig“, das Hirse-Bier als würzig beschrieben, während man dem saisonalen Dolden- Sommer-Sud Noten von Zitrus und Orange zuschreibt.

Schon seit den 1980ern produzieren die Kriegers ihr Bier komplett ökologisch

Craft-Bier: traditionell und doch anders

Hand in Hand mit den Bauern aus der Region

Das Riedenburger Craft-Bier ist kein Massenprodukt, es wird mit Leidenschaft, viel Aufwand und mit außergewöhnlichen Braumethoden hergestellt. „Craft-Bier-Brauen erinnert an das Weinkeltern“, so Maximilian Krieger.

„Man experimentiert mit klassischen Zutaten.“ So verwendet er für seine Craft-Biere ausschließlich nachhaltig angebauten Hopfen aus der Hallertau und aus Hersbruck. Damit stärkt Maximilian Krieger auch die kleinen Betriebe aus der Region.

Biobier aus Emmer
Perfekt für den Biergarten: "Dolden Sommer Sud"

Hopfenstopfen für maximales Aroma

Das Geheimnis des charaktervollen Riedenburger Craft-Biers liegt jedoch in der Produktion: Die Bierbrauer geben den Hopfen in den bereits abgekühlten Bier-Sud. Durch dieses „Hopfenstopfen“ lösen sich die aromatischen Hopfenöle. Frische Bio-Rohstoffe aus der Region und besonders kreative Braumethoden sorgen für den einzigartigen Geschmack des Biers. Das sieht und das schmeckt man.

Auf Anfrage könnt ihr die Brauerei auf einer Führung kennenlernen und bei einer Bierprobe teilnehmen. Im Sommer lädt der Brauereibiergarten zu herzhaftem Essen und frischem Bier ein.

Mehr Informationen zum Riedenburger Brauhaus unter riedenburger.de

 

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