Keine Grenzen!

Marcel Engler und Jens-Peter Abele kombinieren Alphorn, Hackbrett und Blechblasinstrumente mit Elektro-Beats und bayerischer Mundart. Das Resultat? Kein Lederhosen-Techno, sondern Musik zum Lostanzen und Weltumarmen

Musik-Duo „Loisach Marci“

Rhythmische Basstöne pumpen durch die Luft. Weißes Scheinwerferlicht gleißt. Nach ein paar Takten setzen nacheinander Elektro-Gitarre und Mundharmonika mit ein. Dazwischen vereinzelte Textpassagen, mal gesungen, mal gesprochen. Immer im bayerischen Dialekt.

Den Klang alter traditioneller Instrumente aus Bayern mit moderner Elektronik-Musik mischen? Damit haben die beiden kein Problem. Der Garmischer Marcel „Marci“ Engler ist gebürtiger Werdenfelser und trägt so gut wie immer Tracht, er spielt neben dem Alphorn noch dreizehn weitere Instrumente. Musikproduzent Jens-Peter Abele kommt aus Norddeutschland und spielt E-Gitarre. 

Alphorn meets Drum-Beats

Seit Sommer 2015 feilen die zwei Vollblutmusiker an ihrem außergewöhnlichen Sound. Während Marcel in Lederhose und Filzhut den traditionellen Part des Zweiergespanns repräsentiert, bevorzugt Jens-Peter einen zeitgemäßen Look: Muskelshirt, Hornbrille und Kappe.

Marcel und Jens-Peter von

Rein optisch betrachtet sind „Loisach Marci“ ein ungleiches Paar, doch auf der Bühne bilden sie eine perfekte Symbiose, genau wie ihre Musik, die sich in keine Schublade stecken lässt. „Wir haben miteinander keine Grenzen und es ist auch so, dass wir in der Musik keine Grenzen haben", hat es Marcel in einem Interview mit dem BR auf den Punkt gebracht.

100 Jahre Musikgeschichte

Marcel stammt aus einer Musikerfamilie, ist in Garmisch-Partenkirchen mit der Musik und ihren vielen Einflüssen aufgewachsen. Er findet es nicht ungewöhnlich, verschiedene Stile zusammenzutragen und etwas Neues daraus zu machen. Sein Kollege Jens-Peter betrachtet die traditionelle bayerische Musik als einen reichen Schatz, der altes Wissen vermittelt.

Aus diesen Traditionen schöpfen sie neue Inspirationen für ihre Musik. „Kommen Sie auf ein ,Loisach Marci‘-Konzert und merken Sie selbst, wie Sie durch 100 Jahre Musikgeschichte durchmarschieren“, schlägt der Produzent vor.

Der magische Sound des Alphorns

In seinem Studio lehnt neben einer Art DJ-Pult das Alphorn. Marcel greift nach dem langen hölzernen Rohr und beginnt zu spielen. Erdige Naturtöne strömen aus dem alten Hirteninstrument. Das avantgardistische Klangbild wirkt magisch und versetzt so manchen Zuhörer in Ekstase.

"Unsere Musik hat keine Grenzen

Marcel spürt die Musik im Herzen und sucht sich einfach das Instrument heraus, auf das er gerade Lust hat. Selbst vor unbekannten Musikwerkzeugen wie Hörnern aus Afrika macht er nicht halt. „Marcel befasst sich intuitiv damit und findet ganz schnell Zugang dazu, sowohl mechanisch als auch musikalisch, und kann ruckzuck damit spielen. Das ist wirklich verblüffend“, erzählt Jens-Peter.

Besonders das mehr als 400 Jahre alte Alphorn mit seinem beruhigenden, erdigen Ton hat es Marcel angetan: „Es tut einfach der Seele gut. Das habe ich schon als Kind gespürt“, so der Garmischer.

Das alpine Kraftwerk: Heavy Dialekt

Egal, ob im Proberaum, im Studio oder live auf der Bühne: „Wir zwei sind eine Essenz. Da passt einfach alles“, betont Marcel Engler. „Loisach Marci“ spielen einfach drauflos – ohne Ablaufplan und Set-List: „Wir nehmen das auf, was gerade passiert, und reagieren darauf“, so Marcel weiter. „Unsere Musik hat keine Grenzen.“ Ohrgängig, einzigartig, facettenreich, wild, frech und weich – auf den Punkt bringen lässt sich das „alpine Kraftwerk“ nur schwer. Das Duo spielt sich durch alle erdenklichen Genres. Seine Texte pickt sich Marcel mitten aus dem Leben. Er will die Leute zum Nachdenken anregen. Die Botschaft dahinter? „Jeder macht sich seine eigene.“

Alphorn und Elektro-Beats, für manch einen geht das erst einmal nicht zusammen. Doch nach wenigen Takten hat das Duo die Zuhörer auf seiner Seite. Von 15-Jährigen bis zu Musikliebhabern in den 60ern – Fans haben sie mittlerweile in allen Altersgruppen. „Bald können wir eine Familienveranstaltung daraus machen“, lacht Jens-Peter.

Mehr zum bayerischen Musik-Duo unter loisachmarci.de

Das Musik-Duo ist auf der Bühne und im Werdenfelser Land zu Hause

... von Loisach Marci

Garmisch-Partenkirchner Festwochen
Großveranstaltungen mag ich nicht so gern. Aber die Garmisch-Partenkirchner Festwochen Ende Juli, Anfang August sind etwas Besonderes, die könnt ihr euch einmal ansehen. Da geht es sehr ursprünglich und traditionell zu. 

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Oktoberfest/Oide Wiesn
Wer in München auf der Wiesn das traditionelle, ursprüngliche Flair sucht, der ist auf der sogenannten Oidn Wiesn bestens aufgehoben. Dort treten wir im Herzkasperlzelt auf und feiern mit den Besuchern. Im Festzelt herrscht eine einzigartige Stimmung. Die Besucher singen und tanzen zu unserer Musik. 

oktoberfest.de

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