Frischer Wind in alten Mauern

In der ehemaligen Sommerresidenz der Würzburger Fürstbischöfe wird seit Jahrhunderten Wein gemacht. Gleich nebenan ist das ungewöhnliche, design-orientierte Hotel untergebracht, in dem der Wein natürlich eine große Rolle spielt

Weingut Hotel Meintzinger

SPONSORED STORY Uraltes Kopfsteinpflaster glänzt im Abendlicht vor der Natursteinfassade, aus den raumhohen Rundbogenfenstern schimmert es anheimelnd. Dahinter wird gegessen, getrunken und gelacht, kommen die Gäste bei einem guten Tropfen miteinander ins Gespräch. Mittendrin Michaela Meintzinger, die hier einen Wein empfiehlt und dort erzählt, was es mit dem riesigen, Graffiti-artigen Wandbild auf sich hat, das sie selbst „ganz schön spinnert“ findet.

Weinprobe nach Gusto

Das „Esszimmer“ und das „Weinzimmer“ bilden das Herzstück des Hauses: Zwei miteinander verbundene Räume, in denen man an jeder Ecke die Handschrift der Gastgeberin spürt. „Es war mir wichtig, dass es hier genauso unkompliziert zugeht, wie wir selbst es auch sind“, sagt Michaela Meintzinger. So stehen im „Weinzimmer“ die Flaschen mit den hauseigenen Gewächsen in einer Kühlwanne, die in den langen Holztisch aus alter fränkischer Eiche eingelassen ist.

Die Gäste bedienen sich selbst, schenken sich ein „Versucherle“ vom Silvaner oder Riesling ein oder lassen sich am Kamintisch ein Glas Rotwein servieren – jeder wie er mag. Abgerechnet wird auf Vertrauensbasis, „und das funktioniert wunderbar“, so die Gastgeberin, „ebenso wie bei unserem Wein-Kühlschrank für den späteren Abend.“ Nicht wenige Gäste nehmen sich bei der Abreise ein, zwei Kisten der nebenan gekelterten Frankenweine mit – zum Probieren hatten sie ja reichlich Gelegenheit.

Brotzeit im Esszimmer

"Leichter, lichter und irgendwie südländischer“

Eine gekachelte Theke, wie man sie aus italienischen Feinkostläden kennt, dominiert das „Esszimmer“. Hier können die Hotelgäste eine feine fränkische Brotzeit vom Spessart-Holzbrett genießen, von frisch aufgeschnittener Salami über Bockshornkleekäse bis zum duftend angerösteten Brot, alles fein zubereitet und arrangiert.

Auffällige Sessel aus Cord und Leder der Design-Manufakturen Freifrau und KFF setzten Akzente. Im Esszimmer können die Gäste selbst in einer Schaukel ihren Wein genießen. Michaela Meintzinger ließ sie extra mit der rauen Seite des Leders nach oben beziehen, nicht glatt, sondern mit Patina.

Auch den 29 Zimmern in dem verwinkelten, aus vier miteinander verbundenen Gebäuden entstandenen Hotel merkt man die Liebe zum Detail an. 15 davon wurden während des Corona-Lockdowns völlig neu gestaltet. „Leichter, lichter und irgendwie südländischer“ wollte Michaela Meintzinger es haben. Das Ergebnis: Natursteinputz von Hellgrau bis Sand zieht sich über die Decken und Wände, Ventilatoren sorgen für gute Luft.

Wohnen im Weinland

Accessoires aus Korb und Stroh fügen eine frische Note hinzu – passend zum Frickenhausener Motto „Hier beginnt der Süden“. Pastellfarbene Patrizierhäuser verleihen der 1.200-Einwohner-Gemeinde eine heitere Note. Als „Villenvorort“ von Würzburg ist Frickenhausen ein guter Standort für einen Besuch der Mainmetropole. Ausgeschilderte Themenwanderwege erschließen das liebliche fränkische Weinland ringsum.

1457 als Sommerresidenz der Würzburger Fürstbischöfe erbaut, ist das mitten im Ort gelegene Weingut Hotel Meintzinger seit 1790 im Besitz der Familie. Besonders stolz ist Jochen Meintzinger auf Frankens einzigen privaten Kreuzgewölbekeller, in dem er seine Weine ausbaut. Natürlich auch den Lieblingswein seiner Frau: „Das ist ein weißer Burgunder, trocken, fruchtig und zart moussierend. Jochen macht ihn genau so, wie ich ihn mag!“, lacht Michaela Meintzinger.

Eine geheimnisvolle Dame

Kennengelernt haben sich die beiden „ganz klassisch“ auf einem der vielen Weinfeste der Region. Sohn Philipp arbeitet nach seinem Abschluss in Internationaler Weinwirtschaft bereits im Betrieb mit, Tochter Eva-Maria studiert noch. „Die Gäste lieben den Philipp einfach“, freut sich Michaela Meintzinger.

So kann sich die quirlige Gastgeberin auch um ihre vielen Ehrenämter kümmern, ob im Gemeinderat, bei der Tafel in Ochsenfurt oder bei der Winzer-Initiative „Frank und frei“. Besonders am Herzen liegt ihr die Sterbe-Begleitung im Ochsenfurter Hospiz – „gerade weil ich ja eigentlich so ein lebhafter Hitzeblitz bin.“

Im eleganten „Frühstückszimmer“ mit Sonnenterrasse im ersten Stock ist sie aber so gut wie immer für die Gäste da, bietet frische Eierspeisen in hübsch dekorierten Schüsselchen oder den Kuchen an, den sie sich vom lokalen Bäcker gewünscht hat.

Auf den Servietten ist ebenfalls das Graffito abgebildet, das wandhoch das Esszimmer ziert. Was hat es damit auf sich? „Das Bild habe ich vor vielen Jahren mal an der Berliner Mauer gesehen“, sagt Michaela Meintzinger. „Es hat keinen tieferen Sinn und schon gar keinen Bezug zu unserem Weingut. Aber wir mögen es halt. Und jetzt spielt diese Dame immer mit – selbst auf den Wein-Etiketten.“

Auf einen Blick

  • 29 Zimmer, 2 weitere im angeschlossenen „Haus für Freunde“
  • 3 Tagungsräume für je 20 Personen, einer davon im klimatisierten Glas-Kubus unter dem Dach
  • Einstellmöglichkeit für Fahrräder
  • Kostenfreie Parkplätze am Haus
  • Doppelzimmer mit Frühstück ab 155 Euro

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